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Auf politi schem Feld verträgt der Deutsche alles ( hier folgt eine Erläuterung in Beispielen ) mit der phlegmatischen Ruhe eines Stoikers , aber zieht ihm einmal die Tabakspfeife aus dem Mund und er wirft euch das Bier glas ins Gesicht. Man hat sich verwundert , daß in einer Stadt wie Berlin , deren Intelligenz sprüchwörtlich geworden ist , das Tabakrau chen mit folcher Strenge verboten werden konnte ; dies geschah aber , wie wir hören , durch den Einfluß der neuen Philosophie , welche das Privilegium , Rauch zu machen , für sich allein in Anspruch nimmt. Ein anderes Sonntagsblatt behauptet , auch dem allerschalften Kopf sei es heutzutage in Deutschland leicht gemacht , einen Philosophen oder mindestens Philosophenschüler zu spielen ; alles beruhe auf dem Kunst stück Hrn. Jenkinsons ( im Landpfarrer von Wakefield ) , mit wichtiger Miene ein Paar große Phrasen in gehöriger Abwechslung vorzutragen , als da sind : „ Geist, “ „ ächte Speculation " , „ wahre Wissenschaft , „ tiefes Denken “ 2c. So sei der Nominalist fertig. — Bekanntlich sollen zu Gibraltar und Tasmania auf Van Die mensland , wohin Francis nächstens abgeschickt werden soll , Bisthämer errichtet werden. Für letzteres ist jetzt Hr. Niron , Prediger an der Domkirche zu Canterbury , mit einem Gehalte von 1000 Pfd. Sterl. zum Bischofe ernannt worden. — Die Flachsspinner zu Leeds haben eine Denkschrift an die Lords des Schatzes beschlossen , worin sie die nachtheiligen Folgen , welche die französische Leinenordonnanz auf ihren Nahrungszweig üben müsse , schildern und die Regierung ersuchen wollen , das drohende Unheil durch einen auf wechselseitige Zugeständnisse gegründeten Handelsvertrag ab zuwenden. Polen. Warschan , 30. Juni. Vorgestern Abends langte der Erzherzog Carl Ferdinand , zweiter Sohn des Erzherzogs Carl und Geschwisterkind des Kaisers von Oesterreich , hier an und wurde im Pallast Belvedere von dem Gouverneur von Warschau , General = Lieutenant Pisarew , und dem General = Adjutanten Berg empfangen. Gestern besuchte der Erz herzog die Gegend von Wola , die Citadelle und wohnte einer Musterung der muselmännischen Cavallerie bei. Heute begab sich derselbe nach der Festung Nowo = Georgiewsk , von wo er seine Reise nach Petersburg fortsetzen wird. Im Gefolge des Erzherzogs befinden sich der General Fürst Carl von Schwarzenberg , der Oderst Graf Wenierski , zwei Adjutanten und ein Beamter. — Auch der General = Adjutant Sr. Maj. des Kaisers von Rußland , Herzog Adam von Würtemberg , ist , aus Deutschland kommend , nach Rußland hier durchgereist. Türkei. Smyrna , 19. Juni. Der Admiral Lasusse , Commandant der französischen Levante = Escader , ist in der Nacht vom 15. an Bord des Linienschiffs „ ' Inflexible “ aus dem Pireus und zuletzt von der Insel Rhodus kommend , hier eingelaufen. Er war von dm Dampfschiffe „ Acheron “ begleitet. Am folgenden Tage stieß das Linienschiff „ Santi Petri “ und die Brigg „ lo Fleche “ zu ihm. Man glaubt , der Admi ral werde einige Zeit auf unserer Rhede bleiben. * ] Von der türkischen Gränze , 27. Juni. Berichte von der mon tenegrinischen Gränze sagen , daß die Feindseligkeiten zwischen den Mon tenegrinern in Verbindung mit den Grahowanern und den Tärken fortdauern , und der Vortheil meistens auf Seite der erstern seie , die such die Vorstadt der Festung Klobuck verbrannt , dabei mehre Gefan gene gemacht , und deren Köpfe nach Cettigne geschickt haben sollen. — Die Befestigung von Grahowo soll vollendet und auch für die Be satzung gesorgt sein ; der Bruder des Vladika Pero Petrovisch ent wickelt dabei große Thätigkeit , und ist fortwährend bemäht , auch die benachbarten türkischen Ortschaften durch Emmissaire aufzuwiegeln. Die türkischen Commandanten beschränken sich darauf , die Gränzen besetzt zu halten , und scheinen auf Befehle aus Konstantinopel zu warten. Mit den Albanesen haben die Montenegriner ihren Waffenstillstand erneuert. — Aus Bosnien verlautet , daß der dortige Statthalter sei ner Würde entsetzt worden sei , und daß er die in seinen Diensten ge standenen Albanesen entlassen habe , welche mehre 100 an der Zahl in die Dienste des Wessirs von Herzegowina getreten sein sollen. — Neuern Berichten aus Bucharest zufolge nimmt der russische Commissar Duhamel täglich eine derbere Sprache gegen den Fürsten Ghika an , den er ganz dem Cabinet von Petersburg unterordnen möchte. Er fängt nun an , die Beschwerden , die in der famösen Adresse der Generalversammlung ausgedrückt sind , zu untersuchen , und denselben größte Rücksicht zu widmen. Auch mit der gesellschaftlichen Haltung Duhamei ' s ist man keineswegs zufrieden , denn er hat raube Formen , und hält es meistens mit den Coryphäen der Opposition , aus deren Gliedern er auch dem Fürsten ein Ministerium vorschlug , das aber dieser verwarf , und dafür , wie verlautet , Männer nach seinem Sinne wählte , unter welchen son derbarer Weise auch der bekannte , vor Kurzem noch keineswegs günstigte Obrist Campiniano genannt wird. Asien. Die Londoner Blätter bringen jetzt die im schon mitgetheilten neuesten Nachrichten aus Indien und China. entnehmen den schr ausführlichen Berschten folgend ; „ unstänglsche gr gaben. Der Tod des Shah Soojah wuco dur v viegngegisch durchaus zählung im „ Caleutta Englishman “ , die von einem ggag murd , von slaubwürdigen Perser herrührt , völlig bestättgt. Der g,gae ge. 50 Jazailches , welche Shoojahsooh = Dowlah in einen „ g gf6g , legt hatte , durch zwei Schüsse in den Kopf und gpone , ger gegorte. terz mit ihm fielen fünf seiner Träger und strber gzgz , und Doschs Seine Leiche wurde der Krone , des Gürtels , beg , „ Magckenzl , sa6e de beraubt. — Akhbar Khan , der , wie Gesanzen gp. Naghten nie. Augenzeuge ausgesagt hat , persönlich den Hef ' Eugländer war , soll an derhieb und seitdem der gefshrlicht z wöorsicgeigkeit seines Dieners bei einer Schuswutzbe , die er unweig Jellalabad erhielt , unter großen einem Recognosctrunge , Sein Lod witrde den Engländern die Her , Schmerzen 9 Mexgkltnisse in Indien sehr erleichtern. — In Jellala allgemein , einem Recognoscirungsritre Hurg ben sein Herne bad , wo man ein 8T0h „ Ankunft des Obersten Bolton mit seinem „ ( 61 nach antun , des Obersten Bolton mit seinem daß die Armee „ „ galten zum Matsche auf Enoll kissen , und nur zust großen Conv “ , Zelalabad zurücklassen werde. — Der Generalgouver # von Indien , Lord Ellenborough , hat einen Tagesbefehl erlassen , erin er der Besatzung von Jellalabad für ihre bewiesene Tapferkest und Ausdauer wohlverdiente Belohnungen zuerkennt. ten Zuge auf Gandahar glücklich gewesen , starken Convoi und 160,000 Pfd. und mit 2700 Mann , einem St. in Baarem von Quettah aus bei General Nott angelangt , der jetzt von Candahar nach Ghuznee abziehen wollte. Der in der Nähe stehende Feind wurde sogleich mit großem Verluste zurückgeworfen. Vermischte Nachrichten. Zu Trittenheim a. d. Mosel wurden am 3. Juli in den Weinber gen die ersten rothen Trauben vollkommen im Weine gefunden. — Die Bewohner Offenbach ' s wurden am 2. Juli durch einen furchtbaren Knall in Schrecken gesetzt. In dem Etablissement des Hen. Hauff war der Deckel des Kessels , welcher die Dämpfe fär die Ma schinen der Webstühle entwickelt , trotz der zu seiner Befestigung die nenden Schrauben , der starken Gewichte und Steine , womit er be schwert war , in die Höhe geflogen. Das ganze Gebäude , in welchem sich der Dampfkessel befand , war demolirt , die schwersten Gewichte waren durch das Dach geflogen und die zum Trockenen über gehängten Garne weit weg über die höchsten Häuser geschleudert wor den. Zum Glück befanden sich gerade keine Arbeiter und auch sonst Niemand in der Nähe , und es ist also kein weiteres Unglück zu beklagen. — Professor Gruithuisen in München erklärt , daß nicht die zu er wartende Sonnenfinsterniß die große Dürre herbeifzchre , se Mangel an Sonnenflecken , welcher , wie im Jahre 1011 , wo der herr liche Wein wuchs , eine stäts trockene beständige Witterung bewirke. Seit dem 25. Juni ist hinter dem östlichen Rande der Sonne heuer zum ersten Male ein großer Sonnenfleck hervorgetreten , der auf der Oberfläche der Sonne weit umher eine auffallende Helle verbreitete , und sich während der Nacht vor dem 28. Juni so stark veränderte und vergrößerte , daß man in München am 30. Juni eine Hitze von 26 ° Reaumur hatte. Dieser Fleck wird nach Grunchuisen am Tage der Sonnenfinsterniß hinter dem westlichen Sonnenrande verschwinden und sofort veränderlich Wetter bringen. — Vor Kurzem beging in Danzig der Sattlermeister Hampe , in Langefuhr wohnhaft , mit seiner Frau die diamantene Hochzeit. Das Ehepaar , welches seine sechszigjährige Ehe stäts einig verlebte , ist noch kräftig und munter. Der Mann ist 85 und die Frau 83 Jahre alt. — Das „ Echo du monde savant “ , ein gelehrtes französisches Blätt , gibt eine Uebersicht der Exemplare der Bibel in allen Sprachen , welche die englische Bibelgesellschaft mit ihren 2828 Filial = Gesellschaften im Jahre 1841 ausgegeben hat ; es sind nämlich 14,038,931. Exemplare. — Zu Gelentze in Siebenbürgen brannten am 13. Juni drei Vier tel des Ortes , nämlich 128 Wohn = und 187 Wirthschaftsgebäude , ab , da die engen Straßen alle Löschversuche unwirksam machten. Das Feuer entstand im Hause einer Zigeunerin , wo der für eine Kind raufe zubereitete Honigbranntwein Flammen sing. Bonn = kölner Eisenbahn. Auszug aus den Verhandlungen der am 4. Juli 1842 zu Bonn gehaltenen Sitzung des Verwaltungsrathes. Anwesend waren : 1 ) der königliche Commissarius , Herr Regierungs Präsident von Gerlach. — 2 ) Von Seiten des Verwaltungsrathes : die Herren : Kanzler von Groote , Präsident des Verwaltungsrathes , Oberbürgermeister Geheimerrath Steinberger , Justizrath Lamberz , Ober Bergrath und Professor Nöggerath , Stadtrath und Banquier Cahn , D. Wolff , Kaufmann C. Boisserée , Geheimerrath von Hymmen , Bau Inspector König , Stadt = Baumeister Weyer , Kaufmann Giesler , Hüt tenbesitzer Jäger , Protocollführer. — 3 ) Von Seiten der Direction : die Herren : Gutsbesitzer Mülhens , Stadtrath von Wittgenstein , Prä sident der Handelskammer L. Camphausen , Kaufmann Degen , Rent ner Stahl , Referendar Schramm , Kaufmann P. Leven. Nach Eröffnung der Sitzung ersuchte der Präsident von Groote die Direction , die Gegenstände anzugeben , welche von ihrer Seite zur Verhandlung gebracht werden sollen. zur gemeinschaftlichen Herr Director Mülhens erklärte hierauf , daß zur Berathung der Direction und des Verwaltungsrathes 1 ) der Quar tal = Bericht der Direction , 2 ) die Anlage des Bahnhofes bei Bonn , und 3 ) ein Antrag wegen Anschaffung der Schienen kommen gerden , — sodann dem Verwaltungsrathe allein eine Berathung. 1 ) der Geschäftsordnung der Direction , 2 ) der Anstellung und des Gehaltes einiger Beamten , 3 ) verschiedener bei Erwerbung von Grund eigenthum zu beobachtender Formalitäten und Sicherheits = Maßregeln Es erfolgte nun der Vortrag des technischen Theils des Berichtes durch den Bahn = Ingenieur Herrn Exner , und des admi nistrativen Theiles durch den stellvertretenden Director Herrn Schramm , iben sich daran folgende Hauptresultate. Wenn auch die und ergaren sich burnus sbigent. tungslinie der Bahn gemäß Rescript der königl. Regierung vom 24. März l. J. durch das königl. Ministerium im Allgemeinen genehmigt worden ist , so wurden dennoch drei Hauptpuncte der näheren Ver handlung und der besonderen Genehmigung der betreffenden Behörden vorbehalten , welche nothwendig eine Verzögerung iv. # of gie gügrung Stadt Köln , 2 ) die Bestimmung der Richtung der Bahn und des Bahnhofplatzes bei Brühl , und 3 ) die Wahl des Bahnhofes bei der Stadt Bonn und der Richtung der Bahn zwischen Bonn und der Gegend von Dransdorf. Hinsichtlich des ersten Punctes haben unge achtet der großen Schwierigkeiten , die sich einem schleunigen und gün stigen Resultate entgegenzustellen schienen , die schriftlichen und münd lichen Verhandlungen der Direction eine vollständige Einigung mit den betreffenden königl. Behörden herbeigeführt , so daß die desfallsigen Vorschläge am 18. Mai l. I. bei der königl. Regierung eingereicht werden konnten und bei der Uebereinstimmung und Willfährigkeit der Grund bald erwartet werden darf. Der zweire Punct , nämlich die Bestimmung über die Richtung der Bahn und über die Anlage eines Bahnhofplatzes bei Brühl mußte deßhalb ausgesetzt bleiben , weil die Bahn nach dem Plane durch den alten Treibhausgarten beim Schlosse zu Brühl geführt werden soll , wozu aber , weil das Schloß nebst sei nen Zubehörungen unter der Verwaltung des königl. Ministerii des königl. Hauses steht , die Zustimmung dieser hohen Behörde erfolgen muß , Gemäß einer gefälligen Benachrichtigung des königl. Regierungs Commissars , Herrn von Gerlach , vom 28. Februar l. J. waren zwar in dieser Beziehung die Verhandlungen bereits so weit gediehen , daß die Allerhöchste Entschließung baldigst erbeten werden konnte. Diese ist indessen bis jetzt noch nicht erfolgt , und hat deßhalb die Direction am 27. v. M. ein Beschleunigungsgesuch an des königl. Finanz = Mi nisters Herrn von Bodelschwingh Excellenz unter Angabe der früheren Daten abgehen lassen. Die speciellen Bauprojecte und Kostenanschläge über diesen Theil der Bahn liegen indessen schon bereit und können beim Eintreffen der zu erwartenden Genehmigung sofort zur Ausfüh rung kommen. Ueber den dritten Punct , die Anlage des Bahnhofes bei Bonn , ist die vorläufige Entscheidung des königl. hohen Finanz = Ministerii vom 19. April l. J. bereits durch die hiesigen Zeitungen zur öffentlichen Kenntniß gelangt , in dessen Folge die Direction mit der städtischen Behörde zu Bonn in nähere Verbindung getreten ist , zur genauen Nivellirung und Vergleichung sämmtlicher in Vorschlag gebrachter Bahnhofstellen den Auftrag ertheilt und mehre technische Gutachten über die Zweckmäßigkeit der Ausführung der einzelnen Pro jecte eingeholt und diese Verhandlungen sämmtlich dem Verwaltungs rathe zur näheren Einsicht und Kenntnißnahme offen gelegt hat , so daß dieser Gegenstand als zu einer gemeinschaftlichen Beschlußnahme der Direction und des Verwaltungsrathes völlig reif zu betrachten ist , in so fern nicht eine darauf bezügliche Eingabe des königl. Oberbürger meisteramtes zu Bonn vom 2. l. , welche am 5. l. M. Abends bei der Direction eingegangen ist und dem Verwaltungsrathe vorge legt werden wird , zu einer anderen Ansicht Veranlassung geben möchte. Die durch das Rescript der königl. Regierung vom 24. März l. I. genehmigten Bahnstrecken , welche ungefähr drei Viertheile der ganzen Bahnlinie betragen , hat die Direction sofort vermessen lassen und zur Erwerbung derselben die geeigneten Einleitungen getroffen. Auf denjenigen Strecken , auf welchen ein Angriff der Arbeiten nur immer zulässig war , sind die Erdarbeiten begonnen worden , und wenn gleich die vorgeschriebenen Formalitäten zur Besitznahme einzelner Par zellen nicht vollständig erfüllt waren , so ist es dennoch gelungen , auf der Strecke von Bornheim bis zur falkenluster Allee von den veran schlagten 44,000 Schachtruthen Erdarbesten die ungefähre Hälfte durch Förderung von circa 20,000 Schachtruthen zu vollenden. Die Con tracte zur Lieferung der Baumaterialien für die Brückthore , Canäle und Bahnhofsgebäude sind zum Theil bereits abgeschlossen , zum Theil dem Abschlusse nahe. Mehr als 6000 Stück Querschwellen sind bereits zur Abnahme angefahren ; bis Ende August müssen deren noch 18,000 Stück angefahren sein und der Rest von 14,000 Stück im Septem ber und October abgeliefert werden. Nach Erstattung dieses in seinem Hauptinhalte oben mitgetheilten Quartal = Verwaltungsberichtes brachte Herr Director Mülhens die An lage des bonner Bahnhofes zur Sprache und theilte die bereits erwähnte Eingabe des königlichen Oberbürgermeisteramtes vom 2. l. M. mit , gemäß welcher einige Einwohner der Stadt vor Entscheidung dieses Punctes ein technisches Gutachten über die Anlage des Bahn hofes zu Bonn der städtischen Behörde zur weitern Veranlassung zu übergeben wünschen , welches nach der Aeußerung des Oberbürgermeister amtes Vorschläge enthalten werde , die dem Interesse der Stadt und der Actionäre angemessen sein dürften. Nach einer längern Discussion über diese Angelegenheit wurde beschlossen , vorab die übrigen zur Ver handlung noch vorliegenden Gegenstände zu berathen , und die bonner Bahnhofsfrage zuletzt nochmals aufzunehmen. Es begann daher die Erörterung über die Anschaffung der Schienen , und nachdem Herr Director Mülhens einen Beschluß der Direction über die vorliegenden Gutachten verschiedener Techniker mit getheilt hatte , trat der Verwaltungsrath nach reiflicher Erwägung dem Antrage bei , daß nämlich das System der breitfüßigen Schienen zu 58 Pfd. per yard und zu einer Länge von 15 Fuß , welche mit Nägeln unmittelbar auf die Queerschwellen befestigt werden , angenommen , und die Direction ermächtigt werden soll , nach ihrem besten Ermessen über die Art der Lieferung durch Submissionen oder unter der Hand zu beschließen , zu welcher Ermächtigung der Verwaltungsrath sich beson ders aus dem Grunde veranlaßt fand , weil die augenblicklichen Ver hältnisse der ausländischen und inländischen Eisenhüttenwerke vorzüg lich Schwierigkeiten bei der Wahl der Schienen mit gehöriger Be rücksichtigung der Qualität des Eisens und des Preises darbieten. Da jedenfalls nach den gegenwärtigen Preisen des Eisens und der Transportmittel bei dem hier gewählten System und selbst bei der Wahl des besten englischen Eisens von 7½ Pfd. Sterling per von gemäß einer vorgelegten Berechnung gegen einen früheren Kostenan schlag vom Jahre 1840 eine Ersparniß von mehr als 100,000 Thlrn. Statt finden wird so wurde auf den Antrag des Herrn Stadtbau meisters Weyer beschlossen , daß die Direction ersucht werden solle , die Anschaffung der Schienen sobald als möglich , und zwar in der Art zu bewirken , daß die Ablieferung derselben noch im Laufe dieses Jah Behörden die Genehmigung zur Ausführung dieser Vorschläge mit anberaumt wurde. res erfolgen könne. Der Verwaltungsrath ging nun zur Berathung über die Geschäfts ordnung der Direction über , und theilte über einzelne zur Sprache gebrachte Puncte der , Direction seine Ansichten mit , genehmigte dann die von der Direction beantragte Anstellung eines Sectionsinge nieurs , die Erhöhung des Gehaltes eines Bureaubeamten und die Eröffnung eines Credits zur Anstellung eines Maschineninge nieurs , und beschloß auf den Antrag der Direction , daß es ihrem Ermessen überlassen bleibe , bei Grundacquisitionen in einzelnen Fäl len und wo es der Vortheil der Gesellschaft erheischt , statt Realsicher = heiten persönliche Bürgschaften anzunehmen , worauf wegen Ablauf der Zeit die Sitzung geschlossen und zur Berathung der noch vorlie genden Gegenstände eine neue Sitzung im Laufe des Monats Juli Die gesetzliche Stellung der Juden im preuß. Staate ist eine der wichtigsten Fragen , deren Erledigung demnächst entges “ gesehen wird. Sie wird nicht bloß die unmittelbar Betheiligten in bestimmte Verfassung setzen , sondern zugleich einen Theil der Chatt teristik unserer Zeitrichtung darbieten. Letzteres um so mehr , als th “ durch die bereits gewonnene Oeffentlichkeit die allgemeinere Theilne sich diesem Gegenstande unverkennbar zugewendet hat , theils durch culirende Anfragen bei Localbehörden die Aufmerksamkeit auf einig nicht unwesentliche Puncte hingeleitet worden , deren mehrseitiger leuchtung , wie es heißt , ein besonderer Einfluß auf die Einzelhen des vorliegenden Gesetzentwurfes vorbehalten bleiben soll. Der gesan , Sinn derer , welche hier Erfahrungen aufzustellen und Ursachen Wirkungen richtig abzuwägen haben , wird hiedurch eine Probe stehen , deren Ergebniß zu merkwürdigen Schlüssen berechtigen und noch merkwürdigern Folgen führen wird. Je humaner die Grund sind , welche der in Rede stehenden Legislatur von hoher Hand vols “ zeichnet worden , je freier die Discussion darüber sich verbreitet hat um je ernstere Rücksicht man , wie es scheint , den abweichenden Ansich “ : widmet , um eben der entwickeltern Zeit ihr Recht widerfahren zu ! sen , und selbst einer bisher wenig geachteten oder beachteten die ihr wahrhaft angemessene , nicht auf einseitigen Wünschen beruhen Stellung zu verleihen , — um so lebhafter verfolgt der Vaterlaut freund alle weiteren Schritte und Maßregeln , welche die Erledign dieser Frage vorbereiten , um so sorgfältiger und gewissenhafter hab # alle darin Mitwirkenden ihre Aufgabe vorurtheilsfrei zu würdigen , um so eifriger wird sich das Streben kund geben , den menschenfreutt lichen Absichten und der Gerechtigkeit , welche den Grundpfeiler Staates bildet , zu entsprechen , und namentlich alles , was Sonder teressen und Krämergeist hervorrufen kann , aus einer Frage der heit zu entfernen. 25552 „ 6500 Zu den nicht unbedeutenden Maßregein gehort die erwahnte Et lar = Verfügung , welche vornehmlich zum Ziel hat , das statisti Verhältniß der preußischen Juden in verschiedenen Beziehungen ermitteln. Bis jetzt kennt man nur die numerischen Verhältni mit Recht wird auch auf die übrigen Materialien endlich Rück “ genommen , welche , man kann sagen , fast allen Staatsmännern kannt sind , weil keine Berührungspuncte da waren , durch welche Einblick in die Bestrebungen , Thätigkeiten und Wünsche der Gem den , noch viel weniger in die Fortschritte oder Hemmungen ihrer wickelung , verstattet gewesen wäre. Namentlich wäre die Morali einer nähern Prüfung werth , und zwar insbesondere der ehemals # # # # lich niedergehaltene , erst durch die Neuzeit erweckte und durch bessere Gesetzgebung genährte Bürgersinn , auf welchen es hier m ankommt , als auf die Beschäftigung , so fern diese eine freie , ind duelle und gesetzlich zulässige ist. Es fragt sich vornehmlich , ob jetzt einer neuen Gesetzgebung zu unterwerfenden # # meinden , die ihrer Religions = Berhältnisse wegen mancherlei bei dere Gesetzbestimmungen erheischen , seit dem Eintritte ins gerthum auch allen Bürgerpflichten Genüge gelei # # # oder diesen , sei es aus bösem Willen , sei es aus Fanatismus # # # strebt haben. — Dieser höchst wesentliche , ja , vielleicht einzig scheidende Punct ist inzwischen vorläufig noch nicht in Frage geste Dagegen finden wir felgende Anfragen , und zwar mit Andeut gen der etwa zu erwartenden Antworten : 1 ) Od es nicht wünschenswerth sei , die Einrichtung der posen Gesetzverhältnisse von 1833 auch anderweit anzuordnen ? 2 ) Ob im Falle einer Gleichstellung aller Gemeinden den Individuen um dingte Freizügigkeit zu gestatten , oder gewisse Bedingtheit dersel vorzuziehen sei ? 3 ) Ob überhaupt Niederlassungen der Juden auf platten Lande ganz zu verbieten , oder doch nur unter sehr erschwef den Bedingungen zu gestatten seien ? 4 ) Welche Schenkwirthschaften betreiben ? — damit , da sich dergleichen sehr schädlich erwiesen ein Näheres darüber verfügt werde. 5 ) Ob nicht das napoleon Decret von 1808 noch in anderen Bezirken einzuführen sei ? In der That wird es sehr schwierig sein , diese Fragen , ohne 1 # vorerwähnte , irgendwie befriedigend zu beantworten , wofern reine „ „ < space > o h n e < space > höhern Rechtsfrage , welche unmöglich von Localbehörden als solchen tert werden kann. Die dritte und vierte berühren Privae - Interei # und zieht leicht die Stimme in ein der Legislatur ganz fremdes Gebiet über ; die fünfte endlich trägt nicht minder diesen Mangel an sich , # # ihr Gegenstand ist von noch weit untergeordneterer Natur. Das navt “ nische , in Frankreich längst abgeschaffte Decret gewährt nämlich einfachen Rechtsstreitigkeiten des Bürgers gegen den Bürger demch machen , wenn die verstecken müßte ins Leben trat. zelstimmen , welche ihre Erfahrungen darzulegen aufgefordert sind , herzustellen und das Vorurtheil , welches dem Unterschiede des Bek “ “ nisses einen Einfluß auf bürgerliche Berechtigungen gestattet , zut zudrängen. Das Vaterland darf nur ein sittlich gleiches Volk , Staat nur sittlich gleiche Bürger anerkennen , und jeden Anlaß 3½ genseitigem Argwohn und Mißtrauen hinwegräumen , so bildet sich Geist von selbst gleichmäßig zu vaterländischer Gesittung , und auf ser beruhet des Staates Gesammtkraft. Die Börsencourse 2c. 2c. sind in der Beilage enthaltes In der Jos. Lindauer ' schen Buchh. in Mün chen ist so eben erschienen und durch alle Buchhand lungen ( durch M. DuMont = Schauberg in Köln , durch die Friedrich ' sche Buchhandl. in Siegen und Wiesbaden , durch die Funcke ' sche Buchhandl. in Erefeld , durch L. Kohnen in Aachen , so wie durch Velbagen und Klasing in Bielefeld ) zu haben : L e h re von den Baumaterialien , mit Rücksicht auf ihr Vorkommen in der Natur. Ein Handbuch für angehende Architekten , Ingenieurs , Maurer , Steinmetz = und Zimmermeister , so wie auch für Kameralbeamte , von D. Karl Wilhelm Dempp. Mit 2 Figurentafeln. gr. 8 31 Bogen. geh. 1 Thlr. 20 Sgr. Juli den 1842 hat das königl. des Falli Durch Urtheil vom 6. nicht erschienen sind , eine neue Friskt gegährt , nach den Gläubigern Fr. Kirchharz in Roin , Wm. Theod. Burgmer et Comp. in Deuz und Theovor Müller in Mülheim a. R. eine neue Frist von 8 Ta gen und den Gläubigern P. J. Luchtenberg in Bechem , Bern. Theme sen. und Heinrich Schmitz in Wipper fürth , Fr. Wurth in Niederwipper , Wilh. Deubel in Wiehl bei Gummersbach , C G. Lappe in Wer melskirchen , Bredt et Comp. in Schwelm , Jos. Levy in Düsseldorf , August Mayert in Duisburg , Wilh. Brandt in Ruhrort , Fr. u. Wm. Schehl in Grefeld , Simons et van Dael in Rheidt und Peter Rocholl et Söhne in Lippstadt eine neue Frist von 14 Ta gen , sodann allen noch unbekannten Gläubigern die im Art. 73 der Civ. = Proc. = Ordnung vorgeschriebenen Fristen vom Tage der Einrückung dieses Auszuges in die Kölnische Zeitung angerechnet , zur Prüfung und Bekräftigung ihrer Forderungen bestimmt. Gegenwärtiger Auszug wird in Gemäßheit des Art. 512 des Handelsgesetzbuches von dem unterzeich neten Secretair des königl. Handelsgerichtes zu Köln hiermit beglaubigt. Köln , den 7. Juli 1842. Lindlau. Die Gläubiger des Falliments des in Köln woh nenden Färbers und Handelsmannes Math. Röhrig werden hiermit ersucht Dinstag den 12 l. M. Juli , Nachmittags 4 Uhr in dem Locale des königlichen Handelsgerichtes zu Köln sich zu dem im 3. Buch 1. Tit. 8. Cap des Handelsgesetzbuches ausgedrückten Zwecke zu versammeln. Köln , den 7. Juli 1842. Der prov. Syndik des Falliments , Mich. Bornschlegel. Durch Urtheil vom 6. Juli 1842 har das königl. Handelsgericht zu Köln den Gläubigern des Falli ments des zu Köln wohnenden Färbers und Han delsmannes Mathias Röhrig , welche in der für die Prüfung und Bekräftigung der Forderungen festge setzten Frist nicht erschienen sind , eine neue Frist be willigt ; demnach den Gläubigern Mathias Neven , Wülfing , Geschwend in Köln , eine neue Frist von acht Tagen , und den Gläubigern Merkens und Bruch hausen et Benninghoven in Inden , Lambertz in Glad bach , Lenssen in Rheidt , Maintz in Uckendorf und Schwartz und Cohn in Bocholt , eine neue Frist von 14 Tagen , sodann allen noch unbekannten Gläubi gern die im Art. 73 der Civil = Proceß Ordnung vor geschriebenen Fristen vom Tage der Einrückung die ses Auszuges in die Kölnische Zeitung an gerechnet , zur Prüfung und Bekräftigung ihrer Forderungeg bestimmt. Gegenwartiger Auszug wird in Gemaßheit bes urt. 512 des Handelsgesetzbuches von dem unterzeichneten Secretair des königl. Handelsgerichtes zu Köln hier mit beglaubigt. Kölo , den 7. Juli 1842. Lindlau. Danksagung. welchem Dankgefühl ein Unglücklicher , der blind war , für den Arzt , welcher ihm das göttliche sicht wieder gab , durchdrungen ist , wird Jeder emz finden. unterzeichneter , welcher nach mehrer ärztlicher Aus sage am grauen Staar litte und ganz erblindet war , wandte sich in dieser Hoffnungslosigkeit an den Hrn. Augenarzt Heilmann in Köln , weil derselbe rühm lich bekannt ist durch eine Anzahl vortrefflicher Kuren in schweren Augenkrankheiten , so wie durch mehre Danksagungen in öffentlichen Blättern für densel ben ; ich wurde von demselben an beiden Augen ope rirt , und war die Operation unschmerzhaft und konnte gleich sehen ; ich finde jetzt einige Zeit nach der Operation , daß die Sehkraft noch zunimmt ; die ses veranlaßt mich , demselben öffentlich meinen in nigsten Dank abzustatten. Johann Hillen , wohnhaft in Honnef. 1445 Gerichtlicher Verkauf. Samstag den 9. Juli a. , Vormittags 9 Uhr , sollen auf dem Marktplatze in der Apostelnstraße hierselbst mehrere Mobilar = Gegenstände , als : Tische , Stühle , Schränke , Spiegel , ein Sopha , ein Ofen. zwei Schreibpulte , Bilder , ferner mehre Kleidungs stücke , so wie sonstige Haus = und Küchengeräthschaf ten durch den Unterzeichneten öffentlich an den Meist bietenden gegen baare Zahlung verkauft werden. Köln , den 7. Juli 1842. I. W. Reuhaus , Gerichtsvollzieher. Ein Mädchen , welches sehr geschickt im Kochen und mit guten Zeugnissen versehen ist , wünscht als Köchin oder Haushälterin gleich einzutreten. zeuggasse Nr. 60. Streit Hünner und Jauben zu verkaufen , Ein Dienstmadchen gesucht , Severinstraße □ Ein Hülfsgerichtsschreider und ein gesucht , die gleich eintreten können. Blindgasse Küchen = Ate = , Zte. Rädchen gesucht , Blindacl “ Es wird eine gute einige Hausarbeit mit straße Nr. 42. zin gesucht , die zu zu verrichten Gäci Aufm großen Griechenmarkt Nr. 55 stehel Stück doppelte Oleasterbäume zu verkaufen. Ein Dienstmädchen wird gesucht Bobstraße Beachtungswerthe * So eben erhielt ich eine bedeutende Zufuhr westphälischer Schinken in beliebiger Größe , d “ zu 5 Sgr. per Pfd. verkaufe , centnerweise billih J. P. Pauli. Heumarkt Extca neue holldneische Päringe , Sardellen, “ Eidammer = und dengasse Nr. 1. Schweizerkäse bei # Verantwortl. Redacteur : Jos. Du Monk Druck und Verlag von M. DuMont = Schau Expedition : Hochstraße Nr. 133 in Kölb ( Expedition in Aachen ; neden Dremel ' s Hef 10 parteilichkeit erzielt werden soll. Die erste und zweite fallen in den Bereich der Grundansicht der Gesetzgebung , und collidiren mtts ab lichen Theile ein oft genug mißbrauchtes Vorrecht , welches augens Gefühl untergräbt. Statt notorisch verderblichem wirken hat es nur die Menschenwürde verletzt in lich das sittliche Gefüh del entgegen zu wieren , hal es nur die Menschenwurbe verlegt , es eine Religionspartei als solche der Unredlichkeit verdächtigt um Rechtschaffensten einer elenden Form , sich ein Ehrlichkeitszeugniß , erwerben , unterwirft , während der Mißbrauch abseiten der Unredli % dadurch nicht gediehen sein sollten , eine die Menschenwürde so tief herabsetzende Maßregel überflüsst allgemeine Sittlichkeit sich noch hinter einen welcher als eine Ausgeburt der Menschenverach Man darf mit Zuversicht hoffen , daß auch die “ dem edeln , echt humanen Sinne unsers erhabenen Landesvaters in % klang stehen und mit dazu beitragen werden , die Gleichheit des “ “ Ein hiesiges Handlungshaus sacht einen Commis. Bewerbende müssen der französ. mächtig sein und so viel von der englischen stehen , um sich darin verständlich machen zu kön # Näheres unter Mittheilung ihres bisherigen kens auf franco Briefe unter F. M. Nr. 101 Erpedition dieses Blattes. Etwas in Betreff der Landwehr. Mit Recht betrachtet Preußen sein Landwehr = Institut als eines der kostbarsten Kleinodien seines Socialzustandes. Höchste Wehrhaftigkeit nach außen , Sicherung der Gesetzlichkeit im Innekn , und,ggegeu. vielanregender und tiefeindringender Bildung durch alle Vol # # # # lassen ver mittels eines und desselben Instituts zu erzielen , das war die Aufgabe , die der schöpferischen Idee jener großen Tage gestellt und so glückich von ihr gelös ' t wurde , daß es allerwärts anders wo noch nicht möglich gewesen ist , ein Gleiches oder Aehnliches so aus Einem Guß und in sich vollendet hinzustellen. Kein Wunder daher , wenn die Landwehr : anstalt bei uns im höchsten Grade populär geworden. In der gen Theilnahme jedes Einzelnen , in dessen mehr oder minder hellem Bewußtsein , als Glied der Landwehr nicht allein eine große Pflicht gegen den Staat abzutragen , sondern auch an dessen organischem Leben wesentlich Theil zu haben , beruht denn auch die bewundernswürdige Stärke , die ungeheure vitale Kraft und Bildungsfähigkeit des Insti tuts. Dessen ungeachtet sind zu einer Zeit , wo die regste Aufmere samkeit selbst des entferntesten Auslandes auf dasselbe erwacht ist und bei allen deutschen Staaten und Völkern der Wunsch laut wird , es zu sich herübernehmen zu dürfen , hier und da Schritte und Maßnah men zu bemerken gewesen , die nothwendig jene Popularität schwächen und damit denn auch die innere Tüchtigkeit der Anstalt untergraben müssen. Eines der vornihmsten Momente im geistigen Leben der Land wehr ist in dem Umstande gegeben , daß die Fuhrer nur durch sie mit dem Kriegerstande zusammenhangen und dem letzteren also nicht pro fessionsmäßig angehören. Das mechanische Einuben der Leute ist vor weg in der Linie geschehen ; in der Landwehr hat der Soldat die Auf gabe vor sich , das Erlernte mit Beziehung auf sein freies Staatsbür gerthum behandeln zu lernen. Hiermit steht denn im Zusammenhang , daß jener Zwang , der während der Dienstjahre in der Linie herrscht und herrschen muß , hier der eignen Ueberzeugung weiche , und die Be handlung demnach großer Modificationen bedarf. Die Officiere der Landwehr haben diesen ihren Beruf vollständig begriffen , und in so ziemlich allen Regimentern ist man darüber einverstanden , daß die rechte Behandlungsweise , jene zarte Linie zwischen dem schroffen Be fehl und dem freiwillig gebotenen Gehorsam auf das erwünschteste ist eingehalten worden. Und dennoch ist dieses Verhältniß , das denkbar günstigste , in der That in mehren Fällen von außen her verletzt wor den. Ohne daß irgend ein sichtbarer Grund vorläge , sind neuerdings mehre langgediente Officiere , vornehmlich Hauptleute der Landwehr entfernt worden , oder stehen noch im Begriff , entfernt zu werden , um Officieren von der Linie Platz zu machen. Werden diese , der Natur ihrer früheren Verhältnisse nach , so leicht in das Wesen , jenes fast samitengaritge , der Landwehr sithdringen , Pönzen. Besgoungen und Ge. dem besten Wilen so leicht im Stande selh , ,ungen von dem , wohnheiten , ja , einen Theil ihrer frühern Geberzengu - Zeäglicheie zu was dem Kriegerstande wesentlich eigen sein soll , einer. , Di , Cand , opfern , die Vielen gewiß nur als problematisch erscheine ? wehr allzu sehr der Linie assimiliren zu wollen , heißt so viel , als ihre moralischen Untergang vorbereitu. Wagenverschluß auf der rheinischen Eisenbahn. In der „ Kölnischen Zeitung “ vom 7. Juli wird , um die Angelegenheit auf eine , die entgegengesetzten Ansichten zugleich befrie digende Weise zur Erledigung zu bringen , das Aufhängen von Noth schlüsseln in den Wagen in Vorschlag gebracht und dabei bemerkt , daß bis jetzt noch keine Abhülfsmittel dargeboten worden seien. Wir erin nern uns aber , bereits kurze Zeit nach dem Ereigniß auf der versailler Bahn in der „ Köln. Zeitung “ gelesen zu haben , daß die Direction der rheinischen Eisenbahn = Gesellschaft damit umgehe , angesiegelte Schlüsser in den Wagen anzubringen , die , bei Vermeidung einer angemessenen Strafe , nicht anders als im äußersten Nothfalle dürften in Gebrauch genommen werden. Daß diese Einrichtung noch nicht ins Leben getre ten , liegt vielleicht daran , daß es nicht in den Befugnissen einer Eisen bahn = Direction liegt , sondern nur der Staatsbehörde zusteht , die vorge dachte Strafe zu verhängen. Es ist gewiß zu wünschen , daß hierüber von Seiten des Staates Bestimmungen getroffen werden , um Mißbräu che zu verhüten. Wie wir vernommen , wird beabsichtigt , in jeder Wa genabtheilung zwei Schlüssel , für jede Thüre einen , aufzuhängen. Dies würde allerdings eine noch größere Beruhigung gewähren , da , wenn nur ein einziger Schlüssel vorhanden wäre , z. B. durch das gleichzeitige Zu greifen mehrer Personen Verwirrung entstehen , der Schlüssel abhanden kommen und so der Zweck vereitelt werden könnte. Börsencourse der Staatspapiere. G. 8591 ; Bhein. Düfseld. = Elberf. Eisenb. = Actien Br. 85¼ , G. 84¼ ; dito —. , G. 109½ ; 4 % M. 101 %. ; Düsseld. = Elberf. Eisend. — E. 100. Frankfurt , 6. Juli. 5 % M. = A. 200 4. , G. 2002. * ) Der Käufer vergütet die abgelaufenen Zinsen S 4 % und außerdem ½ % p. Anno bis 31. Der. 1842. tWien , 2. Juli. 5e , N. 100 ; % , N. 106/161 9. u. —. Arsoins 21½ a ¼. 3 % 80 F. 20 C. ; Ard. 22. „ G. * * Juli. 6. Abds. 9 U. 7. Mas. 7 U. Mis. 1 u. Meteorologische Beobachtungen. 187 ° ä. d. Nordsee. Therm. n. R. Wind. Wetter. heiter. heiter. bewölkt. Bei Hoffmann et Comp. in Hamburg erschei nen und sind zu haben bei M. On Mont = Schau. berg in Köln : Die Ruinen Gezeichnet von OttoSpeckter. 12 — 15 Blatt der gelungensten Ansichten. Preis jedes Blattes : 10 Sgr. Die Abnehmer sämmtlicher Ansichten ( von denen 9 dis jetzt erschienen und vorräthig sin ? ) erhalten später unentgeltlich eine von D. H. Schleiden ver faßte Geschichte des Brandes , die eben so im Wort alles bisher Geleistete übertreffen wird , als die Speckter ' s Ansichten vor allen bisher erschienenen den Vorzug verdienen. Bei J. Hölscher in Coblenz ist erschienen : Psalterium explanatum , sive , — psalmi omnes et in officio canonico legen da veteris testamenti cantica , juxta vulgatam SS. librorum editionem , additis notis tum textas sensum , tum omnia , quae in bibliis hebraicis aliter leguntur exhibentibus. Edidit J. M. Schnitzler , cum approbatione Rmi. Ordinarii Dioecesis Treverensis. 8. maj. pag. VIII et 368. geh. 1 Thlr. 10 Sgr. ( Zu haben bei M. DuMont = Schauberg in Köln , in der Friedrich ' schen Buchhandl. in Siegen und Wiesbaden , in der Funcke ' schen Buchhandl. in Erefeld , so wie bei L. Kohnen , in Nachen. ) In allen Buchhandlungen ( bei M. HuMent Schauberg in Köln , in der Friedrich ' schen Buchhandl. in Siegen u. Wiesbaden , in der Funur schen Buchhandl. in Grefeld , bei L. Kohnen in Nachen , so wie bei Belhagen und Klasinz in Bielefeld ) ist zu haben : Der bei äußeren Verletzungen und Entzündungen aller Art. Oder : Das Geheimniß , durch Franzbranntwein und Salz alle Verwundungen , Lähmungen , offene Wunden , Brand , Krebsschäden , Zahnweh , Kolik , Rose , so wie überhaupt alle äußern und innern Entzündungen ohne Hülfe des Arztes zu heilen. Ein unentbehrliches Handbächlein für Jeder = mann. Herausgegeben von dem Entdecker des Mittels William Lee. Aus dem Englischen. 8. geh. 10 Szr. ekanntmachung. Auf den Grund des §. 4. des Nachtrages zu dem Statut der ' Perotlashug , felder Eisenbahn = Gesellschaft von dem 22. Sextetäler , 1 , wie in Gemäßbeit des § 6 ei as Prioritäts = Actien = Copitals von 60 % , atutz von dem 9. April 1842 , wird das des zweiten Nachtrages zu dem genarnten Statut :. dan 31. December gedachte Priorttats = Actien = Capital hierdurch zur Btzeblig e # r wenn sie werden. er d. I. gesinnen , ein halbes Procent Prämie erhaltel Düsseldorf , den 18. Juni 1842. Die Direction der Düsseldorf = gez. Dietze. Lacomblet. Mathien. Quest. Die vierte Kunstausstellung auf dem Saale Gürzenich ist dem Publicum jeden Tag von Morgens 9 Uhr bis Abends 7 Uhr offen , und ist der Eintrittspreis auf 5 Sgr. und für Sonn = und Feiertage auf 2½ Sgr. festgestellt. Wie in den heren Jahren findet ein Personal = Abonne. ment zu 1 Thaler für die Dauer der Aus stellung Statt. Verzeichnisse der ausgestellten Kunstwerke sind zu 5 Sgr. an der Casse an St. Aldan zu haben. Spätere Nachträge werden gratis nachgeliefert. Der Secretär des Kunstvereins : D. Ernst Weyden. Bei meiner Versetzung und eiligen Tpreise nas Breslau sage ich hiermit Freunden und # # # # maten ein herzliches Lebewohl , mit der Bitte , mich in freun lichem Andenken behalten zu wollen. Köln , den 7. Juli 1842. Igel , Pajor in der 6. Artillerie = Brigade. Entfernten Verwandten und Freunden widmen wir hiemit die traurige Anzeige von dem am 3. Juli , Morgens um halb 6 Uhr erfolgten Hinscheiden unse res vielgeliebten Bruders Johann Hermann Ja cob Sulzen. Durch die Heilsmittel der katholischen Kirche vor bereitet , starb er sanft und in Gottes heilige Fügun gen ergeben , im 23. Jahre seines Alters , nach 11tä gigem Leiden an den Folgen eines Nervenfiebers. Wer den Verewigten kannte , wird unsern tiefen Schmerz gerecht finden und ihn durch stille Theil nahme ehren. Köln , den 6. Juli 1842. Die Geschwister Sülzen. NATALI DIEI loanwis KILIANI KikL anAVIsoVx Pasroals LncloniaCi # r KoViris , OPFIMA 9VEOVE. B. Das am 29. Juni auf der Rheinau Statt gehabte ländliche Fest zum Besten des Dombaues hat eine Einnahme von 833 Thlr. 26 Sgr. aufgebracht. Die Unkosten betrugen 311 Thlr. 16 Szr. , so das ein Reinertrag von 522 Thlr. 10 Szr. nebst den nungs Belegen der Casse des Central = Dombau = Ver eins übergeben wurde. Indem wir allen Förderern vieses Festes , besonders der hiesigen Liedertafel , den Herren I. ei W Bois serée. D. Levy Elkan , so wie den Herren Deutz et Woywoda , durch deren Bereitwilligkeit es uns nur gelingen konnte , dem Publicum wenigstens einen Theil des angekündigten Feuerwerks zu zeigen , hier mit unseren Dank öffentlich abstatten , laden wir die Inhaber der Vertheilungs = Rummern 37 , 57 , 82 , 87 , 173 , 193 , 216 , 220 , 261 , 352 , 417 und 418 ein , die betreffenden Bilder auf dem Secretariate des Gen tral = Dombau = Vereins baldigst in Empfang nehmen zu wollen. Das festordnende Comite. Oeffentliche Bekanntmachung. Eine Portion der Stiftung BUIRMANN , wozi Verwandte des Stifters , in deren Ermangelung aber Gebürtige von Datteln berufen sind , ist dermalen erledigt. Die zu derselben Berechtigten werden hier mit aufgefordert , ihre Ansprüche bis zum 1. August d. J. bei uns anzumelden. Köln , den 1 Juli 1842. Der Verwaltungsrath der Studien Stiftungen. Auf den Wansch des Concert = Directors Herrn Wenigmann , welcher in Nr. 165 u. 166 dieses Klotteg zur Anzeige seines neuen Aufenthaltsorts aufgefordert worden war , machen wir hie kannt , daß derselbe noch früher , als jene rung zu seiner Kenntniß gelangen konnte , hierher auf seinen Posten zurückgekehrt ist und seine län gere Abwesenheit vollständig entschuldigt hat. Siegen , den 1. Juli 1842 Der Vorstand des Musik = Vereins. Meinen Nachbaren und Allen , welche mir am 6. dieses Monats bei einem drohenden,iereiz mugztuieg ihre treue Hülfe zeigten , statte ich hierm. ien verbindlichsten Dank ab. Köln , den 8. Juli 1842. g 4 J. Paffrath , Heumarrt Meine Wohnung ist jetzt Komödienstraße Ro. Ritzenhoff , avbveat. Durch die höhern Orts bestätigte Pensionirung des seitherigen Lehrers ist die Lehrerstelle bei der katho lischen Gemeinde zu Beienburg erledigt. Sollten sich nun noch tüchtige # pirgatgta # g # # f. ser Stelle melden wollen , so bet Ecgglug , diese , chen einen letzten Termin bis zum Nonats anberaumt , bis wobin sie übre , egegissenen Herrn Pastor Terlunen in Beienburg frane. Aner Der neue Lehrer behält freie Wobnung und Gar ten , das im Sommer zu 5 , und im Winter zu 6 Szr. monatlich feststehende Schulgeld von den schulbesu chenden Kindern , deren Zahl auf 140 bis 150 sich beläuft , und außerdem noch aus Grundpächten 2c. etwa 20 bis 25 Rthlr. Lüttringhausen , den 6. Juli 1842. Der Bürgermeister , Wetter. Heidelberger Das Musiksest wird Dinstag den 8. Ketsch und unter Mitwirkurg der Hoforchester von Mannheim und Darmstadt , in dem Hofe Ausgeführt wied : „ die Schöpfang “ , von Hopdn. Die Splopartieen haben ausgezeichnete Künstler u1 Künstlerinnen übernommen. Die Generalproben finden Statt Montags den 11. , Nachmittags 3 Uhr , und dem Tage der Aufführung , früh 7 Uhr. Heidelberg , den 5. Juli 1842. Gf Der Vorstand des Mustr = und Gesang Vesctas. Enzeige Zum 1. Geptember 1842 ist die Stelle eines Oeko nomen im Militär = Casino zu mit Speisung der dasigen Osheizeger giz , # ge perzge # e # Bedingungen , unter welchen deese —. n geitung wird , liegen in der Expedition der hieftgr zi zur Ansicht. Unternehmungslustige wollen veder in portofeeien Beiefen an die Direcrieg Luxemburg wenden , oder sich persönlich d Luxemburg , den 16. Juni 1842. Militär = Gafin = Direction. Civilstand der Stadt Köln. — 4. Juli 1842. Geburten. Elisad. , T. v. Heinr. Zingsheim , Schneiderm. , alte Mauer an Aposteln. — Margar. , T. v. Wilh. Sürtd , Tagl , Hofeig. — Friedr. Wilh. , S. v. Herm. Verse , Schneider , Schilderg. — Valentin , S. s Wilb , Stucke , Heizer auf einem Dampfboot , Severinstr. — Elisab. , T. v. Joh. Heinr. Biermann , Blaufarber , gr. Spitzeng. — Cathar. Christiana , T. v. Math. Jos. Müller , Kleinhändl , Richmodstr. erbefälle. Maria Cathrr. Hubert. Wolff , 5 J. 3 M. alt , Mar cellenstr. — Franz Adolph Dickhaut , Obladenmacher , 81 J. alt , Witwer , am Hof. — Jacob Geub , 1 J. 8 M. alt , Burgmauer. — Gerh. Brock , I. alt , kI. Brinkg. — Margar. Berghausen , 1 J. 11 M. alt , Hoferg. Runkel , 10 M. alt , Blaubach. — Alida Cornelia Maria Boom , Perlengr. — Ein unchel. , Mödhen. — Köln , 7. Juli Angekommen : Joh. Budberg von Duieburg ; Ch. Wenneis vom Abgefahren : Peter Kühnle nach Rheinschanze , Kannstatt und Stutt Vorbeigefahren : F. 3. Beillueper von Roterdau vach Mainz mit Pe sedeu e ue ie Hashetz us oischu ee ee. nach Fahrart bis Emmerich v. Petrg , nun , — seldgrl bie , Püilheimen Rahr 3. v. Breynis H. ; 1a9h Andernapdgr „ Mogsel Jof. Zeiser und 8. Stropdwre , Hoxpeige fahren , am 5. Juli : 9. Josts von An ser dam nach Köln mit 2777 Ctr. ; G. F. Kühnle von Rotterdam nach Heil bronn mit 2510 Ctr. Rheinhöhe : 6 Fuß 3 Zoll. Künstliche Se. Majestät unser König haben Aller gnädigst geruht , die Statuten der künstlichen Mineral = Wasser = und Bade = Anstalt zu ge nehmigen. Indem wir den Herren Actionären an zeigen , daß uns die betreffende Cabinetsordre vom 27. Mai 1842 durch eine Verfügung der königlichen Regierung zu Köln vom 1. Juli 1842 übergeben worden ist , bemerken wir zugleich , daß wir ihnen nächstens einen Abdruck der Statuten zuseuden , und nun alles aufbieten werden , um die Anstalt so bald wie möglich in das Leben treten zu lassen. Köln , den 7. Juli 1842. Die Verwaltung der künstlichen Mineral = Wasser = und Bads = Anstalt. Das Officier = Corps des 25. Infanterie = Regiments sucht für die Dauer des diesjährigen Manövers im Lager bei Euskirchen einen Uebernehmer der ge zu Deutz , woselbst die Bedingungen einzusehen sind , melden ; auch wird derselbe am 10. d. M. in Er kirchen gegenwärtig sein , und im Rheinischen Hoft sollen Desinitive Versteigernug des Hauses Salzgasse 8 biesiger ggegae Theilungssache der großjährigen Kinver # # # # ehier selbst verlebten Ehelente Heinrich Gusten und Catha rina Engels , „. m4t2 # 8 # Freitag 29. , Nachmatags 5 Uhr , auf meiner Schreibstube , Sachsenhauseg er , Die Beschreibung und die Tare des Feern Stac baumeisters Weyer , so wie die Bedingungen sind auf meiner Schreibstube einzusehen. Das Laus ist alsbald anzutreten und es wird als Theilkaufpreis ein mit 3½ verzinsliches Capital Die Lage des Hauses ganz in der Nähe des verkehr. reichen Rheines bedarf keiner besondern Anpreisung. Köln , 6. Juli 1842. Fier. Vom 25. Juli bis 18 Aug. d. I. M. Hederle in Köln. Der Catalog dieser reichhaltigen , fest alle Fächer des Wissens umfassenden Sammlung , welche unter andern die Bibliotheken der verstorbenen Herren Re gierungsrath von Ulmenstein , Rector Mökler 2c. 2c. enthält , ist für 2½ Sgr. zu tenten in den k. k. osterlicchi # Staaten. Unterzeichneter , der sich mit der Patent = Sesetee. bung der verschiedenen europäischen Staaten - es # # ders beschäftigt hat und zur Vorteigzerzggg Her öffentlich accreditirt ist , erbietet sich , sonen , welche gesonnen sein wösgzuz gegndung oder liches Privilegium ( Patent ) für ein industrielle Neuerung auch in den k. : , „ # # eht schen Staaten nachzusuchen , mit Rath vng. , B # S 9oh. , zeehzis esgzuchesten , wohnhaft am Bauernmarkt Nr. 579. Frucht. , Am Montag den 11. d. , Morgens 10 Uhr , von dem herrschaftlichen Speicher dahier 500 Scheffel Korn und 1500 Scheffel Hafer öffentlich meistbietend bei unterzeichneter Stelle ver steigert weiden. Schloß Altenwied bei Linz , 5. Juli 1842. Fürstlich Wiedische Rentei , Buchfieb. Pferde = Verrauf. Am Freitag den 8. l. M. Juli , Nachmittags 3 Uhr , soll auf dem Aposteluplatze in Köln ein com plett zugerittenes Racepferd , brauner Wallach Abzeichen , öffentlich wegen Mangels an gung meistbietend gegen baare Zahlung verkauft Köln , den 7. Jali 1842. 14 Gerichtlicher Verkauf. Am Samstag den 9. Juli d. J. Morgens 10 Uhr , sollen auf dem Heumarkte an der Börse dahier mehre Hausmobilien , so wie einige Spiegeln in verge ten und kirschbaumenen Rahmen 2c , porkant , werden. gen gleich baare Zahlung öffentlich Koln , den 7. Juli 1842. Kümpeler. Langues anglaise et italienne enseignées en français , par M. Pollack , strasse Nr. 106. Englich and Italian taught through the medium of Fren drei Kronen in ersabe ) für eis guts Witagser eserzeie , Reisenden also können die vierzig , Pim Ligg , g # sich die Pesten hier anfhalten , rubig „ guggefeg , bleiben , siad nicht dem Upozgemäge erpog zurkh warten , und haben nicht # # enung und mäßige zu kehren. — Durc , geint uud guten Tisch empfeh. preise , Preisvisten Henen , weiche nud mit chrem wer len wir uns Ttre ven Pesuy , Peel. Abfahrt der Schiffe : Für spätere Fahrten bezieht man sich auf den Tarif. Denau = Dampschifabrk. Kinz , Wien , Pesth , Semlin , Orlova , Galatz , Constantmepel , Crapezunt , Hmyrna , Salonich. Von Linz nach Wien. ,. ,. ,. , 10. , 12. , 14. , 16. , 18. , 20. , 22. , 24. , 26. , 28. , 30. Juli. ,. , 5 ,. ,. , 1I. , 13. , 15. , 17. , 19. , 21. , 23. , 25. , 27. , 29. , 31. August. Von Wien nach Linz. ,. ,. ,. ,. , 11. , 13. , 15. , 17. , „ 19. , 21. , 23. , 25. , 27. , 29. , 31. Juli. ,. ,. ,. , Die Preise sind im 10 , 12. ,14 , 16. , 18. , 20. , 22. , 24 , 26. , 28. , 30. August. im Tarife ersichtlich. Von Wien nach Hesth , so wie von Pesth nach Wien 50 Pfund Gepäcke Täglich. * e. außerdem jeden Sonntag in Einem Tage. Von Pesth nach Semlin und Orsova 2 Mal die Woche , d. h. jeden Sonn = und Donnerstag. Anzeige für Passagiere nach dem Oriente. Für jene Reisenden , welche sich unterwegs nicht aufhalten wollen , sind die Abfahrtstage : Von Wien nach Constantinopel über Galatz am. , 19. , 29. Juli. , 19. , 30. August. Dauer der Reise 13 Tage. ( Weitere Fahrten sind Von Wien nach Constantinopel über Czerna = Voda u. Kustendje im Tarife ersichtlich. am. , 15. , 26. Juli. 5 , 16 , Constantinopel I. Platz Fl. 125. = Mze. II. Platz Fi. 85. = Anze. Von Constantinopel nach Wien I. Platz Fl. 100. = Mze. II. Platz Fl. 70. = Mze. 200 Pfund Gepäcke frei. Wegen Waaren = Transport , Assekuranzen und den verschiedenen Linien in der Levante bezieht man sich auf die betreffenden Tarife. D. Leiden in Köln. Regelmässige Packet - Schiffahrt zwischen UND NIRW • TORRI pas den Die nachstehenden , für Güter , Kabin und Zwischendecks - Passagiere senden , schnellsegelnden Postschiffe werden während des Jahres 1842 an beigesetzten Tagen regelmässig und ohne Aufenthalt von Antwerpen nach New York absegeln. ABFAHRTAG CAPITAINE. TONNEN - GEHALT. 525 300 400 300 525 300 400 15. April. 15. Mai. 15. Juni. 15. Juli. 15. August. 15. September. 15. October. 15. November. 15. December , Abb NAMEN DER SCHIFFE. A Florida , Porter , B. Zephir , Wetteveen , A. Sarah Sheafe , Gray , B. Maria et Louisa. Fan der Steene , ( Wird nächstens bestimmt. ) A. Florida , Porter , B. Zephir , Wetteveen , A. Sarah Sheafe , Gray , B. Maria et Louisa , Fan der Steene , 300 15 „ „ 1 NB. Die mit A. bezeichneten sind Americanische u. die mit B. bezeichneten Belgische Seilne. Zugleich wird bemerkt , dass die Fracht für Kinder unter 12 Jahren bedeutend ermässigt worden 18t. Nähere Auskunft wegen Fracht und Ueberfahrt ertheilen Antwerpen , den 31. März 1842. BISSCHOP - BASTEYNS et N. J. DE COCK in Antwerpen. und Groner F. GERDING in New - York. Oder die Schiffsmakler A. Girsx. Ch. s Gaisan et W. J. MARsizy und B. BOISSEREE , Friedrich - Wilhelmstrasse Nr. 6 — Mlan glaubt noch darauf aufmerklam machen zu müssen , dasz diese regelmä tzigen Packetschikte nicht mit andern zu verwechseln sind , die nur dann abfahren , wenn sich eine hinlängliche Anzahl Passagiere eintindet und die armen Leute daher wochenlang hier hingehalten würden. in Antwerpen 8 in Köln. zwischen Coblenz und Ems. Abfahrt vom 7. Juli 1842 ab von Coblenz nach Ems g Ems nach Coblenz 7 Uhr Morgens. 7 Uhr Morgens. 11 „ Vormittags. ( 9½ „ Vormittags. 2½ „ Nachmittags. I 4 „ Nachmittags. 4 „ Nachmittags. 17 , 8 , 9 „ Abends. Expedition in Coblenz am Rheinquai. „ „ Bad = Ems im Englischen u. Braun schweiger Hof. Von Coblenz nach Preis à Person mit 60 Pfd. Gepäck 20 Sgr. „ „ ohne Gepäck 15 „ Von Ems nach Coblenz Preis à Person mit 60 Pfd. Gepäck 15 Sgr. „ „ ohne Gepäck 12 „ Uebergewicht wird per Pfd. mit 2 Pf. berechnet. Coblenz , den 6. Juli 1842. Die vereinigte Kutscher = Gesellschaft von Coblenz. Eine Partie sehr billiger seidener Kleiderstoffe empfiehlt Carl Ernst , Hochstraße. Es steht ein Glasschrank , für Waaren einzulegen , billig zu verkaufen. Hochstraße Nr. 145 , eine Trep pe boch. Grand Hôtel de Saxe longue rue neuve à Bruxelles. Einem geehrten reisenden Publicum zeige ich hier mit ergebenst an , daß ich meinen vollständig neu ein gerichteten Gasthof zum Grand Hôtel des Theaters , der Börse , nächst sämmtlicher Eisenbahnen , und an der besuch testen Promenade , eröffnet habe. Diese Vorzüge , ver bunden mit dem einer billigen und prompten Be dienung , werden des Gasthofes beste Empfehlung sein , am den Inhabei desselben mit zahlreichem Zuspruch zu beehren. E. Kervand = Obermeyer. Mit der ergebenen Anzeige , daß ich mein # # # Conditor = Geschäft eröffnet , und alle kalte und warme Getränke verabreiche , bitte ich zugleich um geneigten Zuspruch , und um das Wohlwollen meiner Freunde und Gönner. Wilhelm August Schmitz , „ Hof Nr. 33. K Ein schon eingerichteter Laden nebst drei , auch sieben Zimmern zu vermiethen. Wo , sagt die Exp. Neue Sendung für Herren zu 8 , 10 und 12 Sgr , für Damen zu 12 und 15 Sgr. empfiehlt Jos. Sauset. Mehre erfahrene Kleidermachergesellen finden dauernde Beschäftigung Griechenmarkt Nr. 103. bei Heinr. Patt , großen G. 7 Am 6. Juli wurde im Eiser ' schen Saale eine goldene Brosche verloren. Der redliche Finder wird gebeten , dieselbe gegen eine Belohnung bei der Exp. zurückzugeten. Eine Gouvernante , welche gut Französisch spricht , und eine Kammerjungfer können gleich gute Stellen bekommen. Näheres Schildergasse Nr. 44. Eine brave Dienstmagd gesucht , Mühlenbach 44. Eine schöne Fournaise mit 4 Löchern steht bei Schlossermeister Wölsrecht auf dem Brand billig zu verkaufen. Eine Partie Sommerrocke , welche ich unter dem Fabrikspreise abgeben kann. C. Froschmeyer , Höhle empfiehlt C. Froschmeyer , Höhle Nr. 37. Fertige Herrenhemden , Unser Comptoir ist Weberstraße Nr. 16. H. Kauerz ek Sp. Wohnungs = Veränderung von der Hochstraße Nr. 145 unter Goldschmidt Nr. 54 , nahe am Hof. Fried. Löwenstein , Taileur. Blecharbeiter , Weberstraße Nr. 1 , empfiehlt sich in allen in sein Fach einschlagenden Arbeiten , als Dachdeckep , Dachrinnen und Röhren , so wie in blanken und lackirten Waaren zu den bil ligsten Preisen. Zu vermiethen bis 5 Zimmer der 1. Etage , Mühlenbach N. 44. Ein auf der Friesenstraße gelegenes , neugebautes Haus , anhabend 6 Zimmer , Küche , 2 Speicher , Keller und ein Hintergebäude nebst geräumigem Garten , steht zu verkaufen oder zu vermiethen. Bescheid We berstraße Nr. 16. neuester Facon von dauerhaftem Leinen , Bettzwillich , Barchent , Pique , zu den äußersten Preisen bei C. Kroschmeyer , Höhle Nr. 37. Gegen gute Sicherheit wird ein Capital von 5000 Thaler ohne Unterhändler gesucht. Die Expedition sagt , von wem. Ein mit den besten Zeugnissen versehener , militär freier junger Mann , der seit mehren Jahren in ei nem Eisen = , Stahl = und Messingwaaren = Geschäfte ( en gros ) servirte und in diesem Fache eine gründ liche Kenntniß besitzt , wünscht sich zu seiner fernern Laufbahn in einem andern derartigen Geschäft auf längere Dauer placirt , und kann gleich eintreten. Auf großes Salair wird weniger als auf gute Be handlung gesehen. Hierauf Reflectirende wollen gefällige Offerten un ter F. S. Nr. 104 an die Expedition dieser Zeitung franco wenden. In einer soliden Restauration und Weinschenke wird ein braves und gewandtes Aufwartsmädchen gesucht. Zollstraße Nr. 19 hierselbst. Das von den Geschwistern Tils hier bisheran ge führte Lager von Eau de Berlin und habe ich von denselben übernommen , und bitte ich , mit dem bisherigen lebhaften Zuspruche auch nun mich zu erfreuen. Marianne Philippart , Unter Seidinacher Nr. 9. Die sich bei mir befindliche Niederlage von Damast = Leinen aus der berühmten Fabrik der Herren I. G. Lieske et Haebler in Groß = Schoenau , bestehend in Tischge decken für 6 , 12 und 24 Personen , Thee = , Früt stück und Oessert = Servielten , wie Handtücher , empfehie ich hiermit an , da das Lager ausgezeichnet schöne Mester in großer Auswahl darbietet und die Verkaufspreise billigst gestellt sind. T h. Schmitz = Ditges in Köln Ein Mädchen , welches mit Kindern umgehen kann , und gute Zeugnisse besitzt , wird in Dienst gesucht Wo , sagt die Exped. Ein schones Landgütchen , gelegen zwischen Bonn und Coblenz , nicht weit vom Rhein entfernt , ist unter sehr annehmbaren Bedin gungen zu verkaufen ; dasselbe besteht in einem ge räumigen und gut gebauten Hause nebst Oekonomie gebäude , schönen Gärten und etwas Land. Die Ex pedition d. Ztg. sagt , bei wem. Hotel zum alten Grafen in Amsterdam , im Besitze des Herrn F. A. Lang , verdient den deutschen Reisenden besonders empfoh len zu werden. Seine Lage , inmitten des schönsten un lebhaftesten Theiles der Stadt , der Kalver “ straße , ganz nahe der Börse , bietet nicht nur an sich manche erwünschte Vortheile , vor Allem sind bei der einfachen , nicht über ladenen Ausstattung des Hauses , ein vor trefflicher Tisch , preiswürdige Weine und eine musterhafte Bedienung und Reinlichkeit von besonderem Werthe , so wie die Persönlich keit des Herrn Lang , Bruders des vielbe kannten Gastwirths zum römischen Kaiser in Cassel , den Fremden in jeder Beziehung beftiedigen wird. Table ’ Hôte um 4½ Uhr. Deutsche. „ Daß ich mein Geschäft vom Laurenzplatz Rro. 26 in das ehemalige Brauhaus des Herrn Schenk in der Schildergesse Nro. 48 # verlegt habe , zeige ich hiermit meinen in und auswärtigen Freunden ergebenst an , „ und halte mich gleichzeitigst für alle in mein Fach als Sattler und Wagenfabricant einschlagende Artikol bestens empfohlen eluschlugener amitel bestens empfohlen. M Mich. Eckardt , # Sattler und Wagenfabricant , Schildergasse Nro. 48. RANNTRENTTT Bei dem Bildhauer Caspar Waldhausen in Elberfeld können zwei geübte Steinhauer = Gesellen gegen einen guten Lohn anhaltende Beschäftigung haben. Zugleich kann ein gesitteter Jüngling von 14 bis 17 Jahren in die Lehre aufgenommen werden , worüber man sich in frankirten Beiefen mit demsel ben benehmen wolle. Es stehen vier große kupferne Farbkessel zu ver kaufen , Weißbüttengasse Nr. 35 u. 37. Ein im Baufach erfahrner junger Mann wünscht bei einem tüchtigen Baumeister oder Unternehmer zum Anfertigen der Pläne und Kosten = Anschläge , so wie Führung der Bauten eine Stelle. Auskunft in der Expedition. Eine sarke Magd wird gesucht , Perlenpfuhl Nr. 5. Ein neuer Kahn , sehr geeignet auf einem Weiher , zu verkaufen. Hochpforte Nr. 22 —. Ein Bäckergesell wird gesucht. Wo , sagt die Exp. im Bergischen sucht einen Spinner , so wie einen Eigarren = Arbeiter ; beide am liebsten unverheirathet. Die Expedition sagt das Nähere. Mehre kupferne Pfannen , hölzerve , mit Kupfer de schlagene viereckige Kasten , den Bierbrauern für Braupfannen und Kumpen besonders zu empfehlen ; ferner eine bleierne Pumpe , Krahnen aller Art und Größe , so wie sonstige für Zucker = Raffinerien brauch bare Gezenstände , als : Candis = Potten , kupferne Röh ren , Reservoir ' s , Klärbütten , Filtrirkasten , Schwung pfannen , Melis = , Lomps = und Baster - Formen nebst Potten 2c. werden billig verkauft und ist das Nähere darüber zu erfragen bei H. Kauerz et Cp. hier. Man sucht einen jungen Mann von Bildung als Associe für ein neu etablirtes , sehr lucratives Geschäft , welches keiner Concurrenz unterworfen ist ; er braucht zur Vergrößerung des bereits bestehenden Fonds nur circa 1000 Thlr. beizutragen , wofür er stets effective Sicherheit in Händen haben wird. Außer Kenntniß der französischen Sprache ist noch erforderlich , daß er sich wenigstens den Sommer über den Geschäfts reisen unterziehen könne. 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Eckener schreibst-tief von sitz-it Hanf-ungel. No. 282. — Ich hei Jhne in mein letzte Schreiwehkies tiepohrtei, daß ich bei den Dentist aewein. Well. Wenn es auch nicht mein Tühling geprüft, hut, so sind ich doch für drei oder vier Ding unne den Wetter gewesen. Ich hen ausgeführt, daß alles nur von eigenen Kalt gewesen is, und tot mich etschwolle is, dass ich ausgegült hätte, als wann ich ausgegült hätte, so ist ich ausgegült hätte, als wann ich heilwe Wahtetmellen in mein Malche hätte, do ist auch so bei den Pehns oergange und ich hätte wieder gefühlt. Wie ich also wieder an den Weg der Besserung gewesen, unich wieder gefühlt. Wie ich also wieder an den Weg der Besserung gewesen, um ich hätte mich gedenkt: Lizzie, du bist erecht dummig Guhs ennihau. Du besangst du zu e hat-wes Dutzend Saht wie bezahlst alle Monat deine entschieden, dann du dich noch nicht empfangen lektrischen Kopf recht. Ich hei schnell ausgeschickt, daß ich von meine sechs Landsches wegen verzig Dämmerung ziehen tönnten ich, dann du dich noch nicht empfangen lektrischen Kopf recht. Ich hei schnell ausgeschickt, daß ich von meine sechs Landsches wegen verzig Dämmerung ziehen tönnten. Is mich zu gleich eingefalle, was ich mich so schön hätte ausständig tönne for den inter. Jch hen eins oon die Kids z den Weins weil geschickt sot den Philipp zu sage, daß er emol gleich heim sollt komme. Wisse Se, der Phil is schon bei e ganze Latt Lahdsches Seitenr tie gewesen un weiß for den Rieen, wie met so e Applickehschen u- eye muß. Biseids das Juckt es auch l-e- kee. wann mer so ebbes nit selbst chreiwe dnht. Well, wann ich for den Philipp schicke, dann nimmt es immer so lang, bis et-' kommt, als wann er en Teipp von Neijokl nach Schickago mache müßt. Wie er end lich komme is, do hot er gefragt, was die Miittee wär.bitahs ich hätt ihn in so e hurtie heim tomme mache. Ich heu nicks gesagt, awwer gedenkt hen ich, wann dich der We deswei let hätt tusse losse, dann wässt du in lesz denn no teim bei ihn gewesen. Atonto was is die Juhs, mit den Kanne zu seite; ich hen ihn gesagt, was ich ihn sot hen wollt un do hört er sich sein Kopp gestätscht un gegenkt: Eissig ich will dich emol des age. Es hat noch gute Latw sches, wo zu ihr Briese tende denn, awwet die wo du zu belange duhst, sen an den Bomm un wie mer uff deitsch sage duht, no gut. Wenn du awioe gleichst, dich zu htamite, dann will ich nickt dagege sage. Er hat sich dann hingesetzt un hört sechs Brief se geschriwwe, do is einer schöner wie der anlängst gewesen; ich «tt gar nit, gedenkt, daß er noch so ein mit den Deitsche gepohstet wär. Well, wie er mit die Briefe fertig war, do bot der iligp gesagt, fest wär er answer so an gepleht, daß er unner alle Zirtunstenzes noch emol schnell Zu den Wedesweiler müßt, sor noch en Drint zur Stärkung zu nemme. Am nächste Obend hen mer grad bei den Sopper gesosse, do hot der onn schon gestatt. Es sin zwei Le ies von die Luddsch komme, wo ich mit hen ussmache heise, ig sin eins von die Schneteemembers ngewesh Es war die Pressendent u die Seele terrie. Se hen geschmeilt wie se mich sehn den un die Pressendent hot ge Egk «Well, es hot dich doch noch ganz gut geschmeckt, both nit? Entri hau, deni ich, daß es arig sonnie is, wann e iranie Wummen sich mit die Fämmillie an den Tisch setze un e hardie Sopper haiwtve iannAJch den gedenkt, ich kriege die Fitz, wie ich dein Brief kriegt ben. Du willst Sickdennesiti Scheinm sollst du dich, wo du doch gut genug weißt, daß mir kein Gekd an Hand heu. Enniweg is deine Krankheit nit so weit her un sor den Riesen wolle mer auch gar nit an deine Epplickehschen äckte.« Damit ssn se widder sort un ich hen siins Dadler von den Sirt «bennesit, wo ich eckspecktet gehn-di den« abgenomme. Die Lchdies fm bardlie autseit qewqe do n deei annere komme. »Man hot ie eine gesagt, dn willsi Sickbennesitti Das usdt awwer doch eini e biete. Wann mir Geld sor Si « nesiit hätte, dann könnte mir lache. Zu unsere Entertehnements dichst du nie nit ussschohe, wo mer doch e wenig Geld ser die Lobi-ich mache könnte, awwer wann dich en Zahn weh duht, dann willst du Sickbennesitt. Jn unsere nächste Mietung mach ich die Mob ichen, daß du rieseint werscht, biiahs sor so Members wo die Lahdsch biede O — l wolle, hen mir kein Iuhs nit.« So das is auch en bohmronn gewese. Der Philipp hat ihnen Wort dazu gelegt, blos hört er so einige Fehse gemacht, als wann er sage wollt: „Das is all was ich ein speziellen, auf dem weißt ja alles besser." Well, for einige Stokie für zu machen, es sich zu Kammer von alle Lahsches wo ich zu belange duhn, kommt. Allen se mich angegütet, als wann ich es geschenkt hätte hätte hört, wohl, dass ich kein Geld da wär, dass ich kein Geld da wär, wenn se Geld in die Bank hätte, dann dehie zu erschien die Members kommen, auch dran diepende lann. Do hoi der Phil gesagt: "Nait an fuhr Leifl Dann dehts gleich heiße, daß du nur bei die Sahst sches wärscht, hiisch du wollst Sirt bennefit ziehe." Der Philipp war recht, awwer ich hen mein Meind ass gemach, daß ich von jeßi an zu alle Mieiungen von die Lahdsches gehört wollt. Ich denke aus mein Scckbennefii von verzig Dahler is es nicks Mit beste Riegards Yours Lizzie Hanfstengei. Schlechte Kundlchalt Photograph: „Ich habe Sie so lange in meinem Atelier vermisst; Sie waren doch früher immer ganz zufrieden mit meinen Leistungen: „Eben deswegen; ich sagte mir: Bist du wo gut aufgenommen, dass du nicht gleich wiederkommen!“ Ente-u ten-tote Gast: „Sag, Ostar, weshalb siehst du mich so böse an?“ Okarr: “Weil Sie immer den ganzen Kuchen essen und doch keine von meinen Schwestern heirathen!“ Verschiedene Wirkungen. Sie: „Schon bei dem Gedanken ans Hiden Pelz, den „Du mir versprochen haft, fühle ich mich erwärnt.“ Er: „Und mir läuft es talt über den Rücken, wenn ich an die Kosten des.“ Zweierlei. Patient Oumbeluchenden Arzt: “Wie geht es Ihnen, Herr Doktor?“ Arzt: “Schlecht, ich merke, daß ich alt werde! Und Ihnen?“ Patient: “Auch schlecht; ich merke daß ich nicht alt werde.“ Malizist. Qberförster: “Na.” dem Baron habe ich aber heute mal ordentlich die Wahrheit gesagt! Freund: „Ach was, wie haben Sie denn das fertig gebracht?” Moderne Dienstboten Warum haben Sie das Zimmernödchen nicht behalten, Frau Natb? Ja, wissen Sie, die ist angekommen mit einer Nöhmaschine, einer Schmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmuckschmucksch Ubeilen Seiten breiten sich die bestellten Felder entgegen und einheimischer Kultur aus. Palmenbestände und Matamaschamben wechseln mit Agavenzuschlagungen und Gartenanlagen heimischen Muster-Türen an Hüte schwenkenden Europfern und ängstlich zur Seite weichen den von der Arbeit heimkehrenden Negern, die voll Staunen die Hände zum Gruße erheben. Bald lassen wir uns von dem Dämmerdent des Sachsenktes ausnehmen. Blutigroth taucht die Sonne unter, von einer tiefgrauen Wollenschicht gleichsam niedergedrückt auf die scharf gegen den Abendhimmel sich abhebenden Höhen der Pugubergr. Durch ein klatschendes Geräusch hinter dem Wagen werden wir aus un sern Betrachtungen gerissen —- halt! — ein Kleidersack hat sich geliist und schleift am langen Riemen hinterdrein —— schnell springen wir ab und befesti gen den Störenfried —— alsbald gleiten wir an der Karawanferei des Sachsen-· ivaldes, der letzten Raststatidn der ans dem Jnnern kommenden Karawanen vorüber — eine 20prozentige Steigung auf sandiger Serpentine gibt dem Mo tor die «Gelegenheit der ersten Probe leistung, die er glänzend besteht. Die Höhe hinab sauft der Wagen in das erste Dorf —— Menschen, Esel, Schafe, ühner, Ziegen, Ent , lliiffende Igllllsc — alles kklrich ccllkl, IIUTIIIL Ehe die guten Leute recht zur Besin nung kommen, liegen die letzten Häuser längst hinter uns. ——Unverhofft schnell schwindet in Afrila der Tag, und plötzlich umfängt uns die Nacht — we«thin greifen die Strahlen unseres S inwersers in das Dunkle desWal des und zaudern uns herrliche Bilder vor von tropischer Vegetation Aber inals biegt die Straße in ein Dorf, dessen Bewohnern der grellleuchtende Schein unserer Laterne einen gespen stigen Eindruck e weckt. Plötzlich biegt der Weg rechts a in einen Hain jun! ger Palmen, deren Zweige, über uns ein Dach bildend, in unser Auto her niederhängen, so daß wir uns mit dei: Armen ihrer kaum erwehren können Undeschreidlich schön waren die wech selnden Bilder die der breite, blendend weiße Lichtstrahl auf dem tiefduntlen Hintergrund der iippigen Urwald vegetation zeichnete. Da taucht mitten inderNacht einThor vor unseren Au gen auf — die Einfahrt in das lleine Gehöst Pugu, in dessen Steinhaus wir siir diese Nacht das- Lager herrichten. Am folgenden Morgen rollt das Auto hinaus in die Puguberge. Aus gepflegtem Waldweg geht es den ersten Berg hinan, da lreuzt blitzschnell ein Leopard unseren Weg, sich schnell in den Busch drückend. Der oft bis zu 30 Grad Steigung aufweisende Weg ist vielfach vom letzten Regen zerrissen und die unregelmäßigen tiefen Einschütterungen im Weg gehen Motor, eFiedern und Gummi gleich hart zuschafsen. Dein entzündten Auge bieten sich fortwährend jetzt herrliche Ausblicke in die waldige Gebirgslandschaft der Hirn mel ist uns gnädig gesinnt, er hat sich mit dichten Wolken bedeckt, in vkk künstler Luft arbeitet der Motor klar und gleichmäßig, weithin schallt sein Knattern durch den Wald. Fortgesetzt werden die Träger seitab in den Busch den Aarawanen uveryolt —- staunend — vor Überraschung das grünende Jambo Bwaua vergessend, mit unser sogar die Lasten mitten auf den Weg niedersetzend und im Stich lassend. Der Wald lichtet sich. Vom grünen Abhang her. Über grüsst uns aus tiefem Seelenfrieden die Missionsstation Risseratve. An einigen Hütten vorüberbiegen wir jetzt, insscharfem einem Trocken hinabsässig, um einen Felsenvorstellung — etwas zu scharf — in nächsten Augenblick versinkt das Auto links im Sumpf am Bergabhang im Hohen Bogen sprangen wir fast gleichzeitig alle aus dem Wagen. Sofort wird der Koch losgeschickt, um Leute zu bolen. Des Weges kommende Träger starren wie neugierige Kinder auf den im Morast leckenden weißen stolonzeigen sich jedoch sofort hilfsbereit. Das Handwerlgeschickt wird losgelächt, und bald ist das lute Hinterrad freigeschaufelt. Binnen kurzem kommen die Hilfstruppen auf die Hilfstruppen aus der Gefangenschaft zu befreien. Doch der Schweiß rinnt umsonst zur Erde — das Auto bewegt sich nicht. Jeh lasse schnell einige junge Bäume fällen, um kurze Knippel in den Sumpf unter die Räder zu stoßen, und dasselbe einen Halt zu geben. Es wird angekündigt, und langsam, schwer ähnlich, schwer ähnlich, setzt er sich aus harten Boden. Nach beinahe lästigt er sich aus harten Boden. Nach beinahe lästigt er sich aus harten Wagen. Aufritt hätte sich die Fahrt fortgesetzt, dass er wir konstatieren, dann unser Wagen für Überwundung schwer belastet war, und wir erwogen, inwieß eine Gewichtserleichterung zu ermöglichen sei. Einige kleinere Brücken resede — rechts oder links vorbei durchs Wasser durchaus zusammengebrochen war. Ein Unterossizier der Schutz trump — aus dem Marsche aus dem Innern zur Heimath — mit Postenraivane, hatte große Mühe, seine durchgehenden Reitthiere wiederzusangen is der erste, aber wohl kaum der letzte, der hinter uns dreinschimpfen wird. Die grüne Partlandschaft verwendet sich in eine Stätte des Todes — rechts und links der Straße hat ein Waldbrand gewütet und, soweit das Auge schaut, alles Lebende in sich erstickt. Bei der Negereniederlassung, dass wird eine nur für Karawanenvertehr gebaute leichte Makete- (Rohr-) Brücke glatt passiert, kurz dahinter wurden zwei weitere Brücken umfahren. Öster müssen Spaten und Hacke in Attion treten, urri die steilen Ränder der Wasserrisse und Bäche abzusstechen — doch nirgends gibt es einen ständigen Aufenthalt. Mitunter ist der Weg derart zerrissen oder durch herausführten Steine unfahrbar geachtet, daß wir gezwungen sind, durch den Busch im weiten Bogen das Hühner zu umsahren. Da flüchtet eine Assenheerde vor uns über den Weg, keck bleibt die Nachhut aus dreißig Schritt in den Bäumen und staunt das nie gezeichnet. Kulturwunder an. Ein Territorialügel, mitten auf der Bahn emporrägend, verlegt uns. Plötzlich den Weg. Die Beseitigung würde eine Arbeiter tolonne stundenlang beschäftigen, also zgilt es wiederum, einen Umweg durch den Busch zu schlagen. - A-. -. . · s LI I Ullollcy LIOU Icullflllluu O tUtLU »u iletzte Anhöhe vor der Rufuniederung Hertletterh Weithin dehnt sich das Jslache Wiesenland vor unseren Augen ess, die in der Ferne voll Besorgniß zdie baumbestandenen Ufer des Rufu s— unseres größten Hindernisse-s des heutigen Tages — suchen. Der kurze HAufenthalt wird benutzt, schnell einige iBananen in den nahen Hütten zu er-, thandelm während der Motor sein Frühstück in Oel erhält. Auf dem von der Sonne hartgebrannten Sumpfhöhen geht die Fahrt glatt dahin. Plötzlich taucht das Fährhaus Vor uns auf, und im nächsten Moment halten wir auf dem hohen ilferrand des träger dahinschleichenen Flusses, auf dem die aus zwei durch Brettern verbundenen Einbäumen bestehende Fähre — soeben zu uns übersetzt. Auf rasch überholten Brettern wird das Außerstellung mit eingefchaltetem Rückwärts-gnug Stück für Stück den 40 Prozent Steigung darstellenden Uferabhang hinabternde. Wie zwei mächtige Prächtigen drücken die beiden Vorwärts die Fähre wie ein Spielzeug unter Wasser. Jetzt war die Wahl entweder durch den Fluß zu fahren oder die Fähre zu heben und mit weiteren Umständen zu unterstützen. Die später wurden auf Negeriöpsen durch den Fluß auf jense Ich getragen. Während deshalb hundert Neger die verfunnenen Schönsten das Wasser aus den Einbäume und 3 Uhr Nachmittags waren wir am einfluß angekommen, 6 Uhr Abends --- die Dunkelheit lass schon über dem Fluß - hatten wir das Auto unter unfäglichen Schwierigkeiten am anderen Ufer geborgen. Die erste Nacht im Auto! Die enorigen Anstrengungen des Tages ließen uns nicht lange über die Situation nachdenken — schnell hatte uns ein fester Schlaf gepackt und hielt unsfeit während der ganzen Nacht - die ohne Stürung vertief. Hochzeitsreise im Balle - Das Außergewöhnliche hat immer einen eigenen Reiz für mich gehabt, was Wunder also, dass ich mich eines Tages, als mir die Gelegenheit dazu geboten wurde, lurzerhand und freudig zu einer Ballonfahrt entfchloss, wegen ahnend, wie das Schicksal mich hier mit seinen Fäden umspinnen sollte: denn auf welchem romantifche Reise auch manche Bande fürs Leben geschworen werden. So sind es doch nur wenige Sterbliche, die ihren zukünftigen Gatte im Ballonfern lernen. An einem herrlichen Tage zur späten Sommerzeit fand unser Aufftieg statt. Auf einer Wiese bei einem kleinen Städtchen ani grünen Rhein blähte sich die gelbe Kugel unseres Ballons und freudig stiegen die drei Kardin fassen ein, sich gern dem großen Ungebiet, an dem die Gondel befestigt war, überlassend. Hinan ging nun in Aether-c-Blan; wie überwältigend, wie schön! Langsam schien die Erde unter uns zu versinten, immer weiter dehnte sich das Panorama aus. Das ganze Leben und Weben ders Natur, vis uns sonst vielfach verborgen, hier oben in den freien Lüften erschließt es nach dem Auge, und auch wir Mensch-us empfinden und geben uns nachdem erstimmt sich Erden Alltagsleben mit feinem Zwang und vielfach gelünsteten Wesen. Welche Gelegenheit also für Mensch und Mensch, sich kennen in lernen und nahe zu treten! Schon nach wenigen Stunden im Ballontorbeil fühlten wir drei, die wir uns gänzlich freund waren, wie alte, liebe Behandlung, und tauschten froh die Eindruck auf, welche die herrliche Fahrt auf nach ihren wachten. Die entzückten Bücher schweifen ihrer, das unermehrliche Wolkenmeer. Als ein Wogen und Wallen, machtische Gebilde, und dazwischen wieder, wo die Wogen sich teilen, ein freier Ausblick nach unten. Wir erkennen das hübsche Eiselland an der eigentümlichen Bildung seiner Maare, bei denen ab; hier ein Busen, dort ein Vorsprung, eine Laudung. Beimdet schauten wir hinaus, unser Führer aber schaut es, trotz besserer Überzeugung, für rathsam, den Abstieg zu bewertstelligen, der bei normalem Verlauf von unserer Höhe aus mindestens eine Stunde dauern muss. Vukt standen wir auf französischem Boden in der Nähe von Verdun, mitten in einem wogenden Kornfeld, umringt von zahlreichen Landbewohnern, die aufgeregt herbeigestriimt waren, um uns Verunglückten zu helfen. Es fanden sich willige Hände, um Ballon und Hülle zusammenzugelen und zu verhalten. Nachdem man uns sicheres Geleit in Gestalt eines handfesten Gendarmen mitgegenden, der beauftragt war, uns mit Ballon über die Grenze zu befordern, schieden wir, das viel tüchtig geworden mit Tücher schwenten beantwortend, während wir, hoch auf unserem verpackten Ballon thronen. End, in einem Leiterwagen die bolperige Landstraße entlang dem eine Stunde entfernten Bahnhos zustreffen. Nach einem stündigen Aufenthalt im Ballon kehrten wir nun der lieben Heimat wieder zu. Lebhast wurden unterwegs die überstandenen Abenteuer besprochen. In Verdun hatte man nur umfangreifen Führer und mich für ein Ehepäre gehalten. Das hielt er für ein gutes Onen: Lerne nur dem Glückergreisen, die er dann auch, und sehe ich mir recht klar darüber war, objet zu sich selber oder zu mir gesprochen hatte, waren wir — ein verlobtes Paar Kennen gelernt im Ballon verlobt anlässlich einer Ballonfahrt — da mußte natürlich auch die Hochzeitsreise im Ballon angefreten werden. Noch wollte keiner recht daran glauben, daß wir unser Vorhaben auch ausführen würden. Aber so unglaublich es allen schien, so geschah's doch also. Nach dem fröhlichen Hochzeitsmahl rüsteten wir uns schnell zu unserer Luftreise, und hinaus ings, dem Ballon, Füllplatz zu, wo ungesser Hochzeitsgefährt schon ungeduldig an den Leinen zerreut, unserer harrte, um uns im bildlichen Wirken einem lachenden Glück gewunden. Fähnlein, Myrtengrün und manch andere Sommertinder des Gartens traten liebe Hände um Ballonstirn und Gondel gewunden, und freudigenden Herzens stiegen wir ein. Den vielen Lieben, die mit treuen Wünschen uns nachschauten, ein heitres Lebewohl winkend, schwangen wir uns hinaus in den herrlichen Herbststabend. Alter Trubel der letzten Tage ist nun vorbei. Wir sind allein in den weiten Himmelsgefüllen und mit stilzen, glücklichen Augen nehmen wir das friedlich-schöne Landschaftsbild in unsere Seelen auf. Eben sinkt die Sonne im Westen, noch im Nachglanz den Hörern in den wunderbarsten Farben abtönend, während auf der anderen Seite der Erde. Nicht vollkommen, dass in unserem Tagesgestellt werden. Vom jenseitigen Ufer nicht trägt, wir manch Gleichheitliche Stunde verleben, einen Letzten Gruß der alten Heimath zu. Die Glocken fern und nah läuten allenthalten Den morgigen Sonntag ein, den ersten Tag, der uns als Mann und Weib vereinigt findet. Mehr und mehr entfernen wir uns von der lieben Heimathstadt. Ein letzter Blick zu rück! Sind’s dunkle oder heitre Lise, denen wir entgegen fahren? Einerlei! Hand in Hand, in treuester Kamerad fchaft schauen wir freudig in die Zun kunst! Die Stadt mit ihren vielen Straßen und den zahlreichen Menschen, die Gleichheit Pilnltchen in ihnen umherrücken, haben wir verlassen und schweben über die Dörser des Vorgebirges da hin, schauen hinab auf die langen Landstraßen, aus denen schwerbeladenen Erntewagen daher schwanen, begleitet von den nach heißer Tageslast heim lehrenden Landleuten: auf wogende Kornselder und reiche Obstgiirten. Jet zwischen den Schloßpart von Brühl, in dem die Teiche gleich glatten Spiegeln zwischen dem Laub der Bäume hindurchschimmern, Und dort winkt uns von fern der Dom zu Köln einen ernsten, seierlichen Gruß zu. Immer tiefer sinkt die Nacht herab aus den friedlichen Feierabend, und wir be schließen zu landen. Eine Thalmulde in unserer Fahrtrichtung scheint zu die sem Zwecke günstig; also ziehen wir Ventils und schon rauscht das Schleppseil übes die Baumkronen dahin. Wir suchen den Weg zu der in der« Nähe belegenen Burg, die in diesem abgeschiedenen Erdenwinkel das ein zige Haus ist, das durch Telephonver bindung Fühlung mit der Auszenwelt bat. Die Schloßbewohner nehmen die späten Gäste in der liebenswürdigsten Weise aus, doch als man erst erfuhr, das-, wir aus dsn Lüsten herunter an ihre gastliche Schwelle gekommen, und nocks dazu auf der Hochzeitssahrt be griffen seien, da waren Staunen und « Freude groß. Schnell wurde ein lu-. kullisches Mahl gerichtet nnd nach ei nem vergnügten Abend in der gemiith lichen alten Besitzung gings über den Burggraben hinaus in die klareMpndx nacht. Bis zum Waldessaum gab man uns noch das Geleit, dann aber bestie- , en wir den dort harrenden leichten »agdwagen. Wie im Fluge trugen uns · die feurigen Pferde durch die im Sil berglanz liegenden Felder, vorbei an schweigenden Wäldern, und der Kut scher blies dazu melodische Weisen auf seinem Waldhorn, bis wir die nächste Bahnstation erreichten, von der ein prosaischer Zug uns dem sonnigen Sü- l den zuführte. Jeder soll auf seine Art glücklich ; sein, nicht nach der Schablone einesC andern. -, Il· si- Ik John D. Rockefeller bezeichnet die - Trusts als die Sparbanten der Ein wohner des Landes. Was das Einzah- J len anbetrifst, hat das seine Richtig keit. Aber das Auszahlen! sie st- st Ein Redner in Philadelphia bezeich nete das Küssen als eine barbarische Verirrung Der Herr scheint zu bei-. ßen, wenn er zärtlich sein will st- -l- Il Miinchener (zu einein Ternperenz ler): Sagen’s amal, wie viel Prozent Anti Alkohol hat denn eigentlich so a Glas- Wasser? st- -t: It Was eine Frau ihrem Mann kocht, ist oft nicht das Schlimmste, was er von ihr schlucken muß. s- Ik N Einen Schwätzer bringt bloß ein Stummer zum Schweigen. H— Auch cinc Legitimation. ·Pofxbea«cnter:« »Daß Sie ,,Meier« heißen, etfehe ich anz- Jhker Legiti- J nation; Sie s-::u·ssen mir aber nachweisen, daf-, Sse der ,,"jjiassenrki.liefet· Z und, eher kann ich Ihnen das postlagernde Pack-s nicht »h?rausxxeben!« Z Handwerksbursche: »Hm, ich dingte Sie jJ zum Beweise , mafITTkkx p« . ,. sit-n..
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ein Volk ſich aus der Rodheit oder aus ben, einen Schaiten von Willen zu äußern und feiner pet⸗ der Verwilderung wieder emporarbeitere? — Allein eben petuirlichen Minorennität, emanzipirt zu fepa! — Def - fo unlzugbar ift e6, daß wie der Uliraism in aflen Dingen men unferm Publicam irgend einen Wermuri modrt, jum übe führt, wie, die Mittelftrage in allen Dingen einen Vorwurf, der $ im ber Literasut, wie in det die goldene if und. Übertreibung unb Hoperbel immer Kunft trifft, fo iſt es dieler, daß es das. Guemde, dal dar in einer nähern oder ferneren Blutbverwandtſchaft Ausländif.che nicht allein mit jener zunertunmaden mit dem Aberwitz ſtehen, fe auch die einzige und auss Saſtfreundlichkeit behandle, die eine ſchon von den Binw ſchließende Vergötterung dieſer allerdings göttlichen fängern der Babenbergiſchen Heldenzeit geprielne oT) Kunſt (die dem ungeachtet nur fehr mittelbar an die Idee unferes [hören Oftlandes iſt, fondern doß es nid! feller anftreifs und ‘von ber Allmacht des lebendigen Bor: an den Fremden bewundert md vergötsert, mab unfet Les, von der Allmacht des fosgebundenen Bedankens, tinheimifher Künftlerkreis-in entſchieden höher Nur die poetifh dunkle Allegorie in ſich träge) ollerbings ein Vollendung längſt geleiſtet hat und täglich und ſündlich ac unläugdarer Rüdfhrits feg, eine Gchmählerung ber Teifter! — Wir haben in Darfteungen des Dibele, u Rechte der Übrigen bildenden Künfte nnd vor Allem der Merope ıc. wie fie Leine deurfche Bühne zu geben HF zedenden Kunft und vieleicht eines der ähteften Ze is mag, keine Hand ſich bewegen, dagegen eine Modi Sen der Zeit undihrer Hinneigung zu Burrogaten und Ehlers als Maria Stuart, einen Herrn Grein ol Kt ju Diminutiven jeder Art, zum betäubenden Rebelpollen let ſturmiſch berausrufen fehen, über deren Spiel giel uud Moftifden und zu Allem, was der Mühe des Dens zu ſchweigen das Mindeſte iſt, was eine Wahrheit lchean kens und Forſchens, überheben kann. Diefe unaufhör⸗ Kritik zu thun vermag. — Es zeugt von der lobentwoͤrdit⸗ lüchen, alles Maaß und Ziel überiteigenden Triumphe einer Ken’ Beharrlichkeit, daß eine foicht unverdiente Kal Sonntag und Earalani, die keinem Staatsmann, gleihwohl nicht an die Künfler Ühergegangen iſt, w Helden oder glorreihen Opfer des Befrepungskrieges, andy damit die einzige, wohlverdiente und liedſte —— nur von fern zu Theil wurden, grängen wahrlich ans entging. — Mir wiederhohlen hey dieſer Gelegenbeh Ecelhafte. was Wir ſchon in mehreren Rumern des Arqhiot von! Eine andere Erſcheinung iſt, daß, während die uni» ausſprachen. Mittwoch den 25. und Freytag den 27. October 1826. Sannpsssnnrunnssnnnnasnnnnn ons en 128 und 129 .. Ueber Shakeſpeare. Ende gut, Alles gut, Leibarzt war, ein Dann, der in die Tiefen der Wiſſenſchaft , eindringend, ſich dadurch weit verbreiteten Ruhm erworben batte. Ihrer, Tugenden wegen wird fie von der alten Graͤ⸗ San gegen den gewöhnlihen Lauf der Dinge, wo. man finn wie eine Tochter geliebt; aber in ihrem Herzen wohnt gewohnt iſt zu fehen , daß die Liebe von männliher Seite ein füſſes tiefes Geheimniß, das Geheimniß ihrer ftillen zum bie Gunſt der Frauen werbe, kämpft hier weibliche Tus glühenden Liebe für den jungen Grafen Bertram. Durch gend und Demut gegen den ungemeſſenen Stolz und einen Zufall wird es entdeckt, vergebens läugnet Helene, Vbermuth des Mannes , dur ſtilles Dufden den fhönften die Bräfinn dringt in fie, und fie muß es offenbaren. Mit Sieg erringend. So herrfher überall das Weib durch der fanften Worten fdildert fie nun ihre hoffnungslofe Liebe, Anmut flillen Zauber, wenn fie fid von dem Pfade nit die hoffnungslos ift, da Bertrams Stand fo weit den ihri« Entfernt, den ihr die Natur und der Bott in ihrem Bufen gen überragt. Sie fprigt zur Graͤſinn, wie diefe fordere, angewiefen baden. Vergeblich thuͤrmen fid hier gegen eine von ihr Mutter genannt is werben : liebende Gattinn bepnahe unüberfteiglihe Hinderniffe, mit Sanftmuth, Geduld und unſchuldiger Lift weiß fie diefelben zu überwinden. "Der ſtolzen Härte Ihres Gemahls fegt fie Unterwürfigkeit, "feiner Verachtung Liebe, feinem Hochmuth Demuth entgegen. Wir fehen hier einen ſtolzen Mann vor den füßen Freuden eines fhönen häuslichen Glückes im Arme Ver Liebe, das er verkennt und verfchmaͤht, in die Gefahren des Krieges entfliehen, und nur fpät erft, von der Alges walt der Tugend feines Weided überwunden, zurüͤckkehren. Neben diefem Bilde der innigſten, rährendften Liebe einer Gattin, ift au die Zärtlichkeit und mütterliche Sorgfalt einer edfen Matrone geſchildert, die den Edelſtein ſchaͤtzet, den ihr Sohn blind von ſich geworfen hat. Wenn die Ein⸗ „Mein Stamm iſt arm, doch ehrbar, fo mein Lieben. Betrübt euch nit, denn Ihm thut es Bein Leid Bon mir geliebt zu ſeyn: ich folge ihm Nicht durch ein Pfand vermeßner Werbung, noch Be gehr' Ich ihn, bevor ich ihn verdient; Doch weiß ih nie, was fol’ Verdienſt mir gäbe. Ich weiß, ich lieb' umſonſt, ſtreb' hoffnungslos; Doc gieß' ich ſtets in dieß verfängliche Löchrige Sich die Wafler meiner Liebe, N Und fpüre Abgang nie. So, gleich dem Jadier, Religiös in meinem Wahn, beih” ich s Die Senne an, die blickt auf ipeen Diener Doch von ihm fonf nichts weiß: — (Act. I. Se. 3.) " Die Gräfin wißdiliigt zwar Belenens“ file tugend⸗ drücke von der hartherzigen Verſchmaͤhung eines liebenden bofte Neigung nicht, kann ihr aber auch Beine Hoffnung tugendhaften Weides gerade am fhmerzlihften find, zer- geben. Nun ereignete es ſich, daß der König von Frankreich fireuen hoͤchſt originell komiſche Scenen, damit das Herz on einer unpeilbaren Krankpeit ſchwer darnieder lag, und Aicpt vor Mitleid und Wehmuth erliege. Die Farben find ihn fhon ade Ärzte feines Hofes verlaſſen hatten. In He⸗ nad) der Natur bed Begenflandes fehr fänft und zart ger lenen entfteht der Gedanke, den König zu heilen ; denn fie wählt; denn Rührung war der erfte Zweck. — — befigt ein koftbares Geheimniß der Hülfe, von ihren fler« "Der Stoff des Schauſpiels iſt aus alten Novellen ges braten Vater ihr als die theuerite höchſte Frucht feines nommen, und gehörs zu den ſchoͤnſten, die je erformen wor⸗ Wilfend.hinserlaffen. Won einem innern ‚Beifte getrieben, den. Helene, die Heldinn desſelben, febt am gräflichen der ihr das Gelingemlihres Unsernehmens verfpricht, begibt Hofe von -Roufifen, mo ihr Baset Berard von Natbonne ke Ad nah Paris, an das. Hoflager des Königs, wohin N Ä R — 682 men wor ihr fhon Graf Bertram gejogen war. pre feſte Zur Vaterland und König fern halte, verläßt fie Roufflen hein verſicht erhebz den ſchon hoffnungslofen König aufs Neue: lich im Pilgergemande, den ſchönſten Triumph ihrer De fie ſetzt idt Leben zum Pfande feiner Heilung, und nennt muth und Eiche fepernd, und folge ibm nad Florenz, me ſich bloß ein Werkzeug der Hülfe des Himmels: es ihr durch einen glädtihen Zufall und liebevolle Lk ge «6 iſt nicht mit ihm, der jedes Ding durchſchaut, ling, jene unmäglid und ungereims ſcheinender Wie mir dem Menſchen, der auf Schein nur baut? Bedingungen, wirklich zu erfüllen, ohne tie "Und meiſt ih’s Gigendünkel in uns, wenn, darum weiß!! — Mad geendetem Feldzuge kehrt er ug Mir unfer Werk in Gottes Hulfe ſehn. (Aet I. Des Nahmens würdig macht, iſt dir gegeben: - 2 berter bu Zung bin du, fchön und weife, tugendpaft, anzubängen. : Was Glück und Frühling Glüdckliches nur (haft: — Aus dem Angeführten wird man leicht ſehen, wie in⸗ Und dieß zu wagen, Hift du wundervoll tereffontedie Verwicklung des Ganzen fep. Zn jeder Em In Einſicht, oder ſianlos ganz und to. (Act IL. Se. I) wird die Erwartung immer mehr und mehr gefpannt, zb Die Heilung gelingt vollkommen. Zur Belohnung bite gm Schluße vollkommen befriedigt. Zu dem ſchoͤnſten Eis tet fie den dankbaren König um den Gemahl aus feiner nen gehört die der Heilung bes Königs, und die Odlah Hand , den fie wählen werde. Freudig willigt er ein; alle ſcene des legten Actes, wo Helenens liebende Anhinjlide Herren feines Hofes erſcheinen auf fein Geheiß, und fie zeit enchüt and belohnt wird; zu den komiſchlen bie Lab wählt um den Grafen Bertram. Wegen der Ungleichheit Laroungen des Prahlers Parolles, welche allein zu em des Sitandes nerfhmäßt diefer ſtolz ihre Wahl, und nur ppönften Luſtlpiele reihen Stoff darböihen, für cm auf bie Drohungen des Könige gibt er ſcheinbar die Zuſtim⸗ Diqchter, der mit feiner Erfindung weniger verſchwenderiſh mung, der ba6 ſchoͤnſte Lob feines Netserian ertheilend, wäre, als Shakeſpeare. Vorzüglich ſchon iſt das Auer ge zugleich Bertram's herben Adelſtolz beſchaͤnt: f@ildert, der ſchlichte Biederſinn des Königs, die aufdtan „WBeun Tugend vom geriugſten Stand ausgeht, ſende Qutmüthigkeit des alten Lafeu, die mätterlihe Aade Wird durd des Thaͤters That der Stand erhöht: fias der Oräfinn mit Helena's Liebe zu ihrem Gap, bir Bo Tits groß — ans en Hein, fern ſich gleichſam um die Wette, den dermuth det jaajft 3 en — er —* desgleichea j ¶ Srafen wieder gut zu machen. (Sqchle gel, Aber bramal, Des Werths If innerer Gebalt das Beiden, Kunft und Literatur.) Auch ber gefefgafzlice Ton dere Nice äußerer Prunk. — — (Act II. Se. 5) deren Stände und die Bitte des Zeitalters iſt mit Obne die Ehe zu votlziehen, eilt Graf Bertram bins heit gezeichnet. Übrigens darf man auch die feine Iron, weg aus den Armen feines liebenden Weibes, nach Florenz, die darin weht, nicht unbeadhter laſſen, obgleich ft and in das Getuͤmeel der Schlachten. ⸗ 5 a Sehnſucht/ — Ad in-ihrem Charakter aus. Wie hart ven am 16. Februar 1784 zu Teltfch in Mähren. Er wand fhmerzend mußte es ihr ſeyn, fih bey allen Reizen ſtammt aus einer pohlnifchen Familie, deren Abkoͤmmlinge Wer Jugend.und Schönheit, bey allen Tugenden bes‘ Here (zufolge ihrer Familienſchriften) ſeit dem Anfang des XVIE geus, bey aller Liche , dennoch wegen des Worurtheils der Jahrhunderts als Bürger und Grundbefiger zu Teltſch ans Geburt von einem Manne. verfhmäht zu feben, der ihrer fößig find. Ein Zweig diefer Gamilie nahm in Wien feinen gar nicht werth it? Da foyert fie ihren fhönften Triumph Wohnſitz und die Nachkommen desfelben find Bürger und als fie felbit aus dem Haufe flieht, auf das ihr heilige Eigenshümer eines in Wiens Geſchichte berühmten Hauſes Bande ein Recht gegeben, weil fie weiß, daß nur ihre in dem Tafhner « Gaffel Nr. 577. Gregors Altern waren verhaßte Gegenwart den Gatten in die Berne hinausgetrie⸗ Joſeph Dankevfjky und Barbara geborne Baſtarz. Erward Ben. Sie erſcheint in jeder Rückſicht als das Ideal eines nad .mit Vorzug vellendetem Curſe an der deusihen Haupt⸗ bimmliſch guten treu licbendeg Weibes. ſchule zu Zelti in das Iglauer Gymnaſium geſchickt 1796, Die olte Gräfinn, Bertrams Mutter, erwedt wozu bie ungemeine Luſt des Knaben zum Studieren, und durch ihre mürterlihe Sorgfalt, ihee innige Liebe zu He⸗ die Ausſicht feinem Großvater Michael Dankovfjky, und Lenen Ehrerbiethung und Theilnahme. Sie fucht alles auf feinem Onkel, Gran; Dankovſzky, damahligen Magiftrats« Die arme Verfhmähte Über ihr hartes Schickſal zu tröften, rath zu Teltſch, im der Mogifkvatswürde folgen zu können, und ihr den Stolz des eigenen hochmüthigen Sohnes ver» feine Altern beſtimmt hatte. Fünf glückliche Jahre verlehte geilen zu machen. Nirgends trifft man. in Shbakefpeares er zu Iglau, in fliller, frommer ZJugendeinfalt den Mus Werken weiter auf ein fo fchoͤnes Bild einer ehrwürbigen fen, von feinen würdigen Lehrern und von feinen Schul Motrone, das und mehr zu feffeln, und zu Liebe und Ads -freumden geliebt. ıBos eilte er wit därftender Lernbegierde tung binzureißen im &tande wäre. ouf die Univerfisöt zu Wien, gegen den Wunſch feiner Nicht minder vorzüglih if ber König geſchildert. Altern, die ihn in das Olmüter Lyceum fenden woll Wie herzlich iſt fein Biederſinn, wie rührend feine Dank⸗ ten. ‚ehrlinbend, - ein Vorehret weiblicher Sittſamkeit, und ein von Neuſtadtel an der Waag (Vägh Ujhely) ı805 ver- Feiad des Gemeinen und Schlechten. Der Charakter des ſetzt, wo er bey dazwiſchen gemachten Reiſen dur‘ Uns Parotles hat mit dem des Falkaff einige Ädntickeit, gorn, Oſterreich, Mähren und die Steyermark, mit dies in dem der Dichter den Gipfel feiner komiſchen Erfindungs- fem würdigen Prieſter aur.den Wiſſenſchaften lebte. Im kraft erreiche bat: Ex iſt wie biefer: oin Prapfer ‚ ein Fei⸗ Jahre 1806 erfhien er bey der königl. Univerfirät zu Peſth ger, ein Verläumder; nur befigt er weit weniger. Verfland, zum Goncurs für die neuerrichteten Lehrkanzeln der griechi⸗ Witz, Humor, dafür aber weis mehr Bösartigkeit. Er ſchen Sprache in Ungarn, und erhielt im folgenden Jahre All. feinem Heren alles ſeya, er.mähzt feime Leidenſchaften, 1807 die Katheder der griehifhen Sprache an der koͤnigl. und läßt fih- fehöft zum Kupoler gebrauden. Mit vieler Akademie zu Preßburg. In der Zwiſchenzeit übernahm er Zeinpeit gelingt es ihm eine Zeitlang feine angemaßte aud die Erziehung des hefinungsvollen Grafen Ludwig ‚Rolle zu behaupten, ; Efaby zu Preßburg, der leider 1809 ſtorb. Dankovſzky i ! was old Schriftſteller zuerſt mit deuiſchen Gedichten auf, Bepträ ye zum gelehrten Defterreih. dann mit Lehrbüchern Aber die griechiſche Sprache, zuletzt Dankovrſzky Gregor, Profeflor der griechiſchen. über die alten Wohnſitze der Magharéen und ver. Sprache an der künigl. Aloremis- zu Preßburg, gebo⸗ wandıe Gegenſtaͤnde, mit welgen er fa ſeit einigen, Zap 2 un AB ö “ren befhäftigt, ohne jedoch her Dichtkunſt und griechiſchen In der Hanhfihrift hat er aoch zum Drad fertig: ‚Literatur untren zu werden. Seine bisher im Drud er⸗ 2) Lyriſche Gedichte, mehr als zwonzig Bogen ſtul. ſchienenen Süriften find: 3 i 2) Appius, der Decemvir, eig heroiſches Drama in vin 1) Pbilanthropes, eine Idylle auf den Tod der Kai⸗- Aufzügen. 5) Caroline, oder das Opfer der Lisbe, ein fi« ferinn , Königinn Maria Therefia im Jahre ıBo7. 2) An man. 4) Geſchichte der koͤrigl. Freyſtadt Preßburq. den Erzherzog von Öfterrzih, Carl Ambroſius, Primas von Ungarn. (Briehifh und Deutſch) 1808. 5) Bey der Ein⸗ fegung des Heren Grafen Joſeph Dyaparp zum Obergefpann (Gedicht) .aBoB. 4) An den Zürften Anton Grafalkovich, als er Anminiftrator des Cſongrader Comitars wurde 1BoB. 5) Auf die Vermählung Sr. Mojefläts des Kaiſers ıBnd. 6) Auf die Krönung Ihrer Majeftät, der Kaiferian- von Öfterreig , jur Königinn von Ungarn ı8oB. 7) Prefburg während der Belagerung im Jahre ıBog. 8) An meinen boffnungsooflen Zögling und Freund Ludwig Cfoky im Sahre ıBıo. 9) Allocutio ad Academicos de utilitate stndii linguae graecae 1611. ı0) Elementa linguse graecae practica. Preßburg, gedruckt bey Aloys Belnay (fo wie die vorhergehenden Schriften) 1600. 8. 11) Gram- matica linguae graecae methodo Lexici Schneide- riaui-exarata. Pars elementalis. Viennse, in. Offici- na libraria Camesiniana 16123 gr. 8. (der zweyce Theil, die griehifhe Sontax euthaltend, ift auch bereits ausgear⸗ beitet und wird gleihfals im Druck .erfgeinen.) ı2) Hun- garae gentis avitum cognomen, örigo genuina sedes- que priscae, ducentibus graecis scriptoribus de» tectae a Gregorio Dankovszky. Posonii typis Here- dum Belnayanorum ı825 52 p. in 8, 15) Fragmente jur Geſchichte der Völker ungariſcher und. ſlawiſcher Zunge, nad den griechiſchen Queilen bearbeitet." Erſtes Heft. Urs geſchichte ber Völker flanifcger Zunge. Preßburg, gedruckt bey Belnays Erben 1825. 53 @. ind. ı4) Hungarae Consti- tutionis origines,, gentis incnnabula et diversae se- des, quae e graecis, latinis, syriacis, arabiois, slo- venis, ei domesticis fontibus dedaxit :Greg. Dan- kovszky. Posonii, typis Belnayanis 1825. & 1/3 Bo⸗ gen in 8. Wit einer Karte über die alten Sitze ber Uns gorn. ı5) A’ megyar nemzet maradeki az üsi lak6 helyekben. Irta Dankowszky Gergely. (die Nachkom-⸗ men ber magyarifhen Mation in ihren alten Wohnſitzen. Don Gregor Dankovſzko) Preßburg 1686. 8. Durch diefe Sdrift in maghariſcher Sprache has der Verfaſſer zugleich bewiefen, daß er, obgleich ein Ausländer, in Ungarn ſich die Kenntniß der Nationalſprache aneignete. ı6) Anony- mns Belae Regis Notarius, Simon de Keza et Joan- nes de Turotz, de Hungarorum natali solo referen- tes, recensiti et illustrati a Gregorio Dankovszky, Posonii 1826. B, ' Proben aus ber Hamaso,*) d. i. aus der arabiſchen Bla leſe Ei Temam's. Bon Pins Zindarie, Benebiztiner in Marirnbey.. DiGafer im Kerker gu Meta An feine Freundinn, als fie mit efner Caravane nad Jemeareitk, Zur Seite jener, die nah Jemen reifen, Biept, Treundinn! meine Sehaſucqht nur mit dir; Denn meinen Körper hält der Bande Gifen Zurück an des Proppeten Grabe mir. Sir kam — Ih ſtaunte — Her im Nachtgebildo Des Kerkers Thor allein ſchied fie und wid; Sie napte freundlih, grüßte mich fo milde, ' Und Rand, ſprach zärtlich Lebewohl, entuid. Raum war ihr Bitd, ihr lieblichea, entkmuundin, Als meine Seele mit dem Tode rang, D glaube nicht, es fey nun überwunden Mein Muth, und vor dem Sterben fep mir bang! ige ihrem Dränen meins Gede.gittert, Ript zürn’ ich, daß ich geh’ im Resten da; Bon deiner Lieb’ Anfall ward Id erſchüttert, Bis mir, da Ih np frey war, oft geſchab Biehe nah dem Tode. Ein Fragment. Bann mich’ Leila dereinft, die Achlafitinn, Hegräßtti Mögen mich trennen das Grab au, und die Steine der Ort, Dennod geb’ ich gurüd den feendigen Gruß, und das &40 Zönt amd dem Grabe zu ihr leiſe wie Belßerlaut pin Bebuld and Vorfidt dreuadl Eins treidet Dich am, zu Durdjiähen die Abend’ un) % . (1 7 Reitend Bald durch. .das Band, bald dur die Tiefer I} r LI *) Die Herausgabe dieles für Die arabiſche Siteratar fo wid tigen Werkes hat Herr Profeffor Fregeag bereits — M det und dazu von der aflasifhen Geielfhaft ju LA nötpige Uaterlügung erhalten. Le Hamaza bi dießjäprigen Beriche des Secretair's der afatifden une ſchaft. Le Hamäza celebre et vaste recuei jean " sies arebes compsrable pour son ölendus s02 3 las diffioultds.qu’ am troare d l’entpmdne aua xæv⸗ ce — GR — Eꝛa der Männer fo viel, die zu eut zurS ammlung des Reichthums Lie Dienſte aittelen, ey waren &.avan IT., Hofmeiſter Weifeten, ſindeſt du doch perrlih mit Schägen beglüdt! Pandgraf Heinrichs III., zuletzt Siaithalter von Oberheſ⸗ Iſt dir bey deinen @efhäften verſchloſſen jeglicher Ausweg; fen, und ‚Reinbard, aus dem jungen Stamm, eben: Duldel 66 ſchleußt die Geduld alles Verriegelte auf. immer verjag, o Freund? und mußt du auch lange Zeit fuchen⸗ falls Hofmeifter, hey ©. Ludwig IL, Reihsiciedsridter in Muf dus zu HALF Die Gedat®, endiich die Frasde zu feput dem lamgiährigen Streit zwiſchen den Iantgräfligen Bil Seinen Wonſch gu. erreichen IR wre der Geduldige tauglich, dern, ihren Herten, wegen ihrer Cändertheilung (1466 Wis durch die Thore nur Fömmt, welcher im Klopfen beharrt. bis 2470). *) Wieder ein Reinhard und Hans aus She du vorwaͤrts gehſt, miß deinem Zuße deu Raum aus! den Kobenfteinern, ber eine heimlicher Rosh bey L. Wils 5 auf — * et AN En beim I., der andere bey dem Erzbiſchofe Herrmann von Und es betrüge Dich nicht der Tautere Que en du trinke Ciin (ein heffiſcher Peinp) , wurden aus dem Befolge iprer Hfter wird er auch vom garftigen Sglamme beirddt. Herrn von König Dar I. nach feiner in ber Bicbfrauenkicge " zu Achen erfolgten Krönung, mit dem Schwerte Carls des ataggediqht uni Arlh. Großen, doſelbſt zu Rittern geſchlagen. (amd. April 1478) Zräntte das Brad, fo verbirgt Arib, des Aland Erzeugten, Un Sans wurde das feſte Soͤlob Spangenderg nebfk Herr. Megen aus queflender Wolf, kommend dem Donner zuvor, ß £ Hreiätih berhautnd dab Sand, da er Ifui feine Büle ergiagen, FO für eine ahmhaſte Summe verfegt. — Reinhard, Während der weithe:Oruad. fauget Die Arömende Fintp! der auch Schutzvogt des Reichsſtiftes Kaufungen war, er unter den Wenihen iſt kein; siogiger Mann, den wir wünfhtes hielt vom. L. Wilhelm Schloß und Herrfpaft Lichtenberg an ” Ginzutaufhen ald unfere Saͤule für ihn der Bergſtraße, unweit des Rheins, (1494) und vom An dem Tage der Wehr’ und Bertreibung des ſchrecklichen Krieges, Farſtabt Johann von Fulda, Schloß and Herrſchaft guẽ. Wann der Träger geſchwaͤcht ſinkt durch die drückende Lafl. Un den gewaltigen Feind , den felöf der eu nicht deſteget flened (1498) Verſatzweiſe. Er blieb in der bekannten bave⸗ Wann er in Mitte ded Wolde müthind den Gegner befrtegt, Hilden Sebde den deu Eroberung von Umſtadt. (1504) Segeeſt du ſaffend Die Hand, fo Daß du ihn Mwangfi Dir zufolgen, Daber wusde in dem Teſtament Landgraf Wilhelms deſſen Und feine Schulter. gebeuge Dir zu bezahlen die Schuld. — dinterhaſſenen Bohn, Ravam III. „welcher wit dem jungen Gwiges Beben erwarb ih, her Mann; denn er mußte, daß feiner Landgraf Philipp, unferm Sohne, :ergogen wird.” (der in Gnuaden Erinnerung lebt, iſt er den Todten vereint. der Geſchichte ſo berühmte Philipp der Groß ‚möäthige) mit einem Lehen von 4000 Gulden an Werth, Bodgedigt auf Reiter wegen Bergänung aines zur Befohnung der Dienſte ſeinos Waters bedacht. (1506) **) heiligen Wallés. — Diefer Ingendgefaͤhrde L. Philipps ging nach deffen Ge⸗ — = id m ve * 2... fangennehmung in chutpfälziſche Dienſte, wo er als Gehei⸗ ür dleſe Reiter, die wahr eracht' — S4 P Die Reiter, die kein Ekel brennt an Morden, 5 en Bm» DR IH DAUE BR Ehe — iu den Dienſten der Chaufürſten von Pfalz ausgezeichnet. Bann fih die Müple dreht der wilden Schlagt. REN e Ste zahlen nicht das Sute mit dem Böfen Heinrich ein Hohenſteiner, Marſchaik des Pfolzgrafen Und nicht die NRohheit mit. Seliudigkeit, .. Rubwig, war mit in dem unglücklichen Gefechte bey Berg⸗ Und nimmer Anfı jhr Muth, ab fie anudfet . . zabern gegen den Churfürſten Friedrich von der Pfalz, in Au werden in dem Krieg’ a” Beit vn Bu. defien Haere ebenfalls zwey Bopuehurge, Conrad und Sir fgügten Wakbat peiligen Woll durch Hiebe, ©eorg dienten. (2472) *0) Der Pfalggraf gab ihm bey Die monde Todedart zugleig ertpeilt, 5 der Dtadt Armöheim eine Burg, die nachber den Nahmen Und trieben weg von fi den Sturm der Feinde, : se m pR beträhtli 8 : Und gaben tnifde Ehrth- durs Woeh gepeil. de. Voben ſteiniſche führte, nebſt betr: plihen ehnen' zur - @e weiben nioıiıt tahigen Buheden, Neichsritterſchaft gebörend, berenBerluf ihre Nachkommen So bald fie ruhn, noch wo der Zrledo weile. erſt in der frangoſiſchhen Revolntion zu bedauern hatten. +) — —— —— — Auch in den: Miederlonden hataen fi, die Hohenfteiner verbreitet. Sie wurden mit zu dem Herrenſtande gezählt, Die DIWEEDRERE Jortfegung) N) Ropp Bragftüde sur Grläuterung der deutſchen Geſciqh⸗. T.II. p. 23. Nun waren fie ganz on Helfen gebunden; fie diene “) Kopp Bruchſt. zur Grläut, der dentſch. Geſch. T. 1. p. 183, ton gu Hof und im Felde den Landgrafen und die GSrſchiot⸗ zen) Gefch.Ghurfürft Feiedrlhb von d. Pfals p.aor, 442,448. von Heſſen hat eine lange; Weihe von Mahnien derjenigen +) Widders Hifl.« geog- zn der un Rhein Boyneburge aufbewahrt, bie dem heiligen Staate erſprieß⸗ Zpl. II. p-200. x erhielten von ben Kaifern wegen ihrer treuen Dienfte in den Stamme nennt die Seſchützte Barkard, der Obech da ewigen niederländifden Unrupen bad Vurggrafenamt Nimms Reiterey war (1545) und gegen Fronkreich blieb. (1566) - wegen und erfofden mit dem letzten Erlberggrafen Hei Sein Brubersfohn , Herrmarin V. wurde wegen der ialie mann IV. (1614) Burkard ans dem weißen Stacm, niſchen Feldzüge, und bes ſonſtigen längeren Aufenthau Anführer des heſſifchen Abels von 600 Pferden, Bam mit deſelbſt: der Walſche geneunt. (adyr) — Von cr Landgraf Ludwig II. dem Erzbifchofe Adolph von Mainz andern Linie diefes Stammes wird noch bemerkt: Atmıı im Hulfe. (1460) Er warb von dem Churfuͤrſten von Sach⸗ der als Rittmeifter in dem franzoͤſiſchen Befdzuge biich. (1560) fen zum Statthalter der Schloöößer Wartburg und Mühlderg Und Philipp Balthaſar, welder mit einer gemerum in Thüringen ernannt. — Gin Sohn Hans bekam zum Mannſchaft dem Kaifer zu Hulfe in den ungariſchen Any Pfendſhining „wegen freu geleiſteten Dienſte in den vie⸗ ziehen wollte und zu Gefraͤß an der faͤchſiſch + böhmigen len: Behden ,* die Stadt und Herrſchaft ——— Grenze in einem Auflauf erſchlagen wurde. (1595) den. (1494) ”) ‘ Bon der ſchwarzen Fahne waren vier Brüder anl ir Zwoͤlf Boyneburge dienten unter deu fiegreichen Linie Berkungen, welche unter dem Beinen Heß ihre Eaxh Fahnen Earis V. Vor allen andern glängte Conrad, der bahn anfingen. — Heinrich blieb als Hauptmann vor Mr} unter dem Nahmen „Curt, der Eleine Heß,” in (1553) Eofpar in dem nähmlichen Rang dei fen Deutſchland und Jtalien, in Srankreid und Ungarn das Jahres var Amiens; Balshafar und Melqior ke Schwert gegen die Zeinde feines Kaifers zog, und nicht tom aus den’ Beidzügen zuruͤck, letzterer ats Oberſt In Ai allein im Felde, fondern auch durch feine Talente und terey, (1576) und pflanzten als Verheirathete ipre kuin Klugheit in dem Bepeimenrathe des Kaifers ſich auszeich⸗ in zwey Abtbeilungen weiter fort. Wolfgang Her nete, ſowohl auf den Reihstagen in feiner Begleitung, als mann von ber Linie zu Lengsfeld war ebenfals Okrin | in fernen Ländern an der Spitze deutſcher Schaaren bämpf⸗ Reitereh, und machte fih einem großen Nahmen is du te. der Rüftung tubt auf der Bruft ein von Gold eingelegtes Her mann, ein Hohenſteiner , Abt zu hoſargen Crucifir mit einem knieenden Ritter, deſſen Ausruf: HALF wurde einſticimig zum Bürftabt vom Corvey ermihlt (14) Herr am Kreicz und auf dem Commandoſtab tar um die beklagenswürdigen Umfände des Exit, ei Denkſoruch: it das ende gnte, ſo IR alles guss dur Veerſchwendung das lenken Abts, theils durd Dad ji 'eingegraben fid befindet. **) gelloſe Leben der jüngern Gpruharen won Adel harbepgeihtt Sein Anjehen und fein Ruf zog eine große Anjahl mir feſter Hand wieder euper.zu richten. As Herman des deutfchen Adels zum kaiſerlichen Heete. Aug ans feinem feine Bemühlmgen mit Erfolg -gebränt fah, rief er und Geſchlecht eilte alles, was die Waffen ragen konnte, unter wie ſein Geſchichtſchreider Wide: Here! nun lit de das Banner des „Heinen Heſſen.“ Cain Brader Werndd deinen Diener in Srieden fahren! — Er ſtarb bald duraf Tin, folk ebenfals ein rüſtiger Mister geweien, und wie nachdem se 23 Jahre das Stift regiert und aß wiedet je "die Urfpergifcpe Chronik ſchreibt, „der große Heß, in ſeinem alten Glan; und Anſehen aecbroqht, gefhäht und 1° Anſehung feiner. Laͤnge and Staͤrke, genanns worden feyn.**®) [ichs von feinen Nachher, wie ‚vom feinen Untergbant Conrads einziger Bohn, Conrad HM. war von Jugend und Unteithanen. (1504) P)... - auf mit feinem Water in den Schlochten; er war Oberft Ludwig I. aus dem- Berhungifgen Stams M über mehrere Bähntein Kuechte, und blieb. bey des Belage⸗ ſchwarzen Fahne, Stifter der fo vervielfachten Lengtielda rung von Tropes 3591. — Aus dem Hobenſteiner Linie wovon jetzt noch drey biuhen, hat von ſeinet frühe fen Jugend bis in fein ſpaͤteſtes Alter im — “ Aentens En.war:zu Berilungen gebaren. 1462, I "=, Eine aͤhnliche Rü; von disfem Wonrad befindet U = dee Peg des .. Bu 10 Duo des topfern Ritterde- eher wis Markgraf zuneh wm dad. Re) Stanck, ınnaf, Paderb, PORLIIE Bu Aikusl @«®) Abb, Ursberg, Cheon, fol, CCCCLKKRVIL.: * eb. sie. 3 ; *) Serrari rerum moguat. T.O. p. 168, wen GB me. BE BELLE 8 von Brandenburg, in der unglädtihen Fehde naunten, her Hefſen mit einen beygegebenen Anzahl Raͤthe weit dem Nürndergern am St. Georgentage 1450, nad: umter bein Titel eines Regenten und Landhofmeiſters regies bem 120 Ritter auf dee Wahlſtadt geblieben, mit Bo Nit: ren follte. — Der junge Landgraf Philipp wurde feiner Kern und dem Ponner gefangen wurde, *) hatte das Gluck Mutter, Anna von Mediendurg, einer herrfühtigen und am Hofe des Landgrafen Ludwigs II. von Heſſen mit deſ⸗ intriganten Fetau, die von den heſſiſchen Otaͤnden nicht ger fen beyden Soͤhnen, den nachherigen Landgrafen Wilhelm I. liebt wurde, entnonmen und dem Landhofmeiſter jur Er⸗ und Wilpelm II., erzogen zu werden. In ältern Jahren ziehung übergeben. Ludwig reiste darauf mit einem. flatte wurden fie nad Stuttgard an den Hof des gelehrten und lichen Befolge von Bittern nah Edln, wo Kaifer Marx frommen Brafen Eberhard von Wurtenberg geſchickt, um einen Reichstag hielt. Hier beflätigte nicht allein ber Kai⸗ anf der von ihm geftifteten Univerfisät Tübingen zu udies fer, Ludwigen als Vormundſchafisregenten von Heſſen, ven. (1479) Ludwig begleitete baronf den jängern Wil⸗ fondern er erneuerte am 3. July 150g, die vom Kaifer Helm II. nad Innsbruck, wo er auf dem Turnier, welches Kriedric Warbaroffa gemachte Stiftung auf der Copelle zur Beyer des Beplagers Herzogs Siegismund von Ölters des Schioßes BSopyneburgv. J. 1288, als ein befondes weich mit Katharina von Sachſen gehalten wurde, (1484) res Reichtlehen. Im folgenden Jahre zeg der Londhofmeis eine Lanze brach. Als Wilhelm IL. zur Regierung gelangte, fter im Lande umher, um die Huldigung im Nahmen des ſchickte er ihn, den er zu feinem Hofmeiſter ernannt hatte, jungen Landgrafen-einzunehmen. Die Städte Homburg und als Anführer einer ſtattlichen Geſandtſchaft an den Hof des Treiſe widerfegten ſich, ſchloßen Thore und Schlagbäume Derzogs Renatus von Lothringen, um bie Hand feiner und verweigerten Einritt und Huldigung. Schnell ſammelte ſchönen Schweſter Jolande zu bitten, welches auch durch Ludwig ein Aufgeboth von 2500 Mann und rückte vor Home Vermittlung der Erzbifhöfe Johann von Trier und Herr⸗ burg. Die Burgerſchaft ſchickte eine Deputation heraus und mann von Cöln, am 30. October 1496 zu Stande kam, wollte Ludwig feinen Einritt nur mit einem Gefolge von und Ludwig den Verlobungsring überreichen konnte. M Ex Go Pferden erlauben. Da fol der Landhofmeiſter ftol; zur ward ein Liebling, ded Landgrafen, wurde yon ihm zum Antwort gegeben haben: „Olaubt ihr, baß ihr die Statthalter von Oberheflen ernannt (1500) und darauf zum von Bemt feyb! und ich der Mar, ben ipr g e⸗ Oberhofrichter des nach dem Plan des Reichtkammergerichts fangen halten wollt!” — Er ließ Belagerungsges j von 8. Wilhelm zur Verbeflerung der Gerechtigkeitspflege, [düß von Biegenpain holen, verftärkte ih mit noch eine eben erricgteten Zribunals. — Während diefer Zeit erwarb mahl fo vielem Fußvolk und 1200 geharnifhten Reitern, er ſich beträchtliche Herrſchaften; Per Landgraf verpfändete um die ungehorfame Stadt zu paaren zu treiben. Als nun ihm das Schloß Sichelſteia und belohnte ihn mit dem Schloß die Zeldfiplangen auf bie Höhen vor Homburg gepflanzt Feleberg von feiner Mutter Anna von Lüge, als Erbtoch⸗ wurden, und die erſten Schüſſe auf die Thore und Kirch⸗ tee herrührend. Mit feiner Gemahlinn, Mechtilda von thürme fielen, ba ſchreibt ein Augenzeuge Canzius, der Herda zu Brandenburg , Tochter des Marſchalls Heine nachher Geheimſchreiber des Landgrafen Ppilipp wurde, und zig v. 5. vom Stifte Zulda, erhielt er die Herrſchaft deffen Leben beſchrieb: „Es 6ffneten fih die Pforte Stadt: Lengsfelt, die Erbvogtey Barchfeld, die Hälfte des ten und die ganze Bärgerſchaft, mit Weis Sdhloßes Herda und aus feinen eigenen Mitteln erlaufte bern, Mägblein und Kindern zogen paat er die daran ftoßende Herrſchaft Erapnderg von dem Ritter weis Die Anböhen hinauf, die Priefterfhaft Hans Goldacker um 15000 Goldgulden. (1605) mis dem Sakrament und die Chorknaben Auf dem. frübzeitigen Todenbette diefes kriegerifhen ſchloßen fih an, und als fie nun vor das und unzuhigen Landgrafen Wilhelm II., wurde Ludwig Zelt des Lanbhafmeifiert Bopnebneg kamen, als einer der Wormundfhaftsräthe feines -einzigen fünfe fielen fie zu den Füßen und bathen um jährigen. Sohnes Philipp, der in der Geſchichte unter Gnade! dem Nehmen bes Broßmürhigen eine fo ausgezeichnete Ludwig regierte nun nach befter einſde und uͤberen⸗ Mole ſpielte, Täne Teſtament beftimmt. (1506) Doch die gung in Heſſen, handhabte ſtreng das Recht ehne Anſehung heſſiſchen Landesſtaͤnde ſtießen das Teſtament um, wählten der Perſon, ſteuerte den Plackereyen des Adels und den die Epurfücften Griedrid und Johann von Sachſen zu Ober: um ſich greifenden Fortſchritten der Geiſtlichkeit ‚die nur vormÄndern.,, die dann Ludwig zu ihrem Stelloertreter ers nach irdiſchen Btern trachtete, ſchloß mit den benachbarten 11. Band eonia T. 11. Staaten zur Anfrehthaltung der Ruhe, Bündniſſe, ers 2 Satans er eis. %. — cr; p. reg neuerte die erloſchene Erbverbrüberung mit den fähffhen N Häufern und erhob den innern Handel, Indem er min den: gi fid der Landgraf mit Ludwig. Diefer ließ feinen In Ehurfürkten von Mainz, Trier, Ein und Pfalz eine dene: se bey dem Reichskammergericht fallen, und jener geh Münzerdnung annahm, um dem beteügerifhen Unfug mit ihm als Entſchaͤdigung dad Schoß Altenburg, on dem Zu Verrufung der Geldſorten, Einhals hun zu können. ſammenfluß der Edder und Schwalm, nebſt Fructzefikee Die Cabale der beleidigten Tandgräfinn Mutter Anne, in mehr alt dreyßig Dörferm Darauf ernannte er ihn win welche von der Vormundſchaft ihres Sohnes und vom ber der zum Statthalter von Oberbeſſen. (1527). Regentfdaft des Landes ausgefihleffen war’, vereinigte ir In der Retfertigunge Schritt Ladwigs erficht um, mit der Unzufriedenheit der Mehrzahl des heilifhen Melk, daß er 55 Jahre dem Hauſe Heſſen gedient hatte. Inraig dem die Feftigkeit der Regierung gegen die verherige ſchloffe leiſtete noch bis etlihe Monathe vor feinem Tor, (m der drey hintereinander gefolgten Wilhelme , deſto mehr zu Lichtmeſſen #537 in feinem 78. Yahr enfofgee) die, nid auffiel, und erregte in Coſſel während der Anweſenhéit des tigſten Dienfte. Er war auch einer der Schiedsrichter jan Epurfürften und der Herzoge von Sachſen einen Auftußr; Irrungen der fähigen Bürften, welche umor dem Rıtan der damit endigte, daß der Statthalter Ludwig freywillig det Grimmaiſchen Madtipru® bepgefegt wurden. (153) feine Regentſchaft niederlegee, und mit den ſaͤchſiſchen Güte Auch ward er nach Ladenburg geſchickt, um die Bmiligkeien ften Coſſel verließ. iwiſchen feinem Hertn und dem Herzog Ulrich von Bir Die Landgräfinn Anna mar noch fo erbittert, daß ſie temberg endlich zu vertrogen. (2535) Bam zweyten Wfl einen Zehdebrief an Ludwig (1814) ſchickte, der Mb auf war er kurz vor feinem Tode Vermittler der Streitigkeie feine Herrſchaft Lengsfeld in Kranken jurüdgezogen hatte. zwiſchen Churfärft Johann Friedrich und Herzog Gym Sie nahm darauf mit gewaffneter Hand feine deſſiſchen Sachſen, in Anfehung der Religionsserhättnife (15%) Sclößer ein, wie aud Güter in den Herrſchaften Belsberg, Landgraf Philipp zeichnete ihn-fehr aus, Er pirbrai is Gudersberg, Homberg, Immerhaufen, Sontea, Schmal⸗ pen Pathen erwählt, die den aͤlteſten Prinzen, den nähe Bolten und Nidda, welche einen jährliyen Zins von 6000- rigen Landgraf Wilhelm FV., aus der Taufe hoben (m Goldgulden und 2000 Viertel Früchte abwarfen, nebft alle 24. zoge von Sachſen intercedirten mehrmahls bey dem vom Ludwig hinterließ von zwey Weibern, all Weduilto Kaifer als mündig erklärten , jungen Landgraf Philipp. von Herda und Elifaberh von Meifebug, vier Odhne md Selbſt Franz v. Sickingen, der den Landgrafen bey een Töchter, wovon drey &ößrhe’befondere Einien fifte Darmſtadt in die Flucht gefhlagen hatte, daß er einen gen, die bis jetzt noch blühen; vre Töͤchter marın in die Frieden nach den ihm vorgeſchriebenen Bebingungen machen angefeheniten Geſchlechter von Heſſen und Ehiringen vr mußte, hatte ausbrüdlih in dem Frieden beffimmt, daß heirathet und find Stammmütrer' der jetzigen Grafen von die widerrechtlich entjogenen Güter dem Landhofmeiſter von G dry, und Boofgarten, und. der Ftepherren von Kir Heſſen wieder gegeben werden follten. Aud Ludwig reiste deſei zu Lauterbah. Das große Capital » Vermögen felbft auf den Reichstag N Me iu Cart — wurde daher in eilf Theile zerfplittert, — ° 18. April 1524) und wirkte ein Mandat wider den Bande Ka — grafen aus, aber nichts konnte ihm wieder zu ſeinem Rechte Die Fortſebuus folst) verhelfen. — Endlih, nachdem er 14 Jahre feine Stellen ‚und Güter verloren hatte, und ber Bandgeaf Philipp in . Miscellen diejenigen Jahre kam, wo er feiner bißherigen Rärhe Tpun Bon allen Werken (und ihre Zapl if groß), melde 1 und Treiben mit demjenigen des Landhofmeiſters beurtheilen Trantrei über das alte und neue St. Domingo erſa könnte, wo er fogar in die Worte ausgebrochen ſeyn fon: And. fol, mie die frangiflichen Blätter fagen, —— „er wolle, daß alfe diejenigen, fo dazm gera. iique et statistique de File d’Hatti, dorite sur — authentiques et sur des notes communiquöes par then und geh oifen baben, daß er burg ben Barskett, agent anglais dans les Antilles. par B. Placite Jar Kaifer mündig gemadt, ber Engel hinfähr- in» (Maris, 1836) das befte feyn. Dem Ganzen IR eins Kalt ve, ber vom Himmel berabgefallen,fep!” vers Hängefügt, die mit großer Genauigkeit gearbeitet IR: Nedactenr: Joſeph Froppeer von Hocmapr, Gedrudt und Im Berlage dep Franz Sadwik Arbi ar — Stasipäh, cratur and Buff. "Montag den — 1826. DYPDE>PPPPIESDIIPEPEDIIREHDPIDEPDPIOPFEOD> ( ı 30 ) tt Ueber Shafefpeare gen Sitten, als Statthalter, mit dem Befehle, die größte A R — Strenge in der Verwaltung zu zeigen. Um dieſen ſelbſt Glaiaes mit Gleichen. belauſchen zu koͤnnen, gibt er vor, eine ferne Reiſe zu Dr Schauplatz diefed Stüdes it in Wien, aber in unternehmen, während er als Mönd verkleidet, in ber einem eben fo romantiſchen und idealen Wien, als im Stadt bleibt. Nun beftand ein altes Geſetz, das jeden Epmbeline das meerumflofiene Böhmen iR. Es erſchien er zum Tode verurtheilte , der ein Mädchen vor der Ehe ent» nad des Dichters Tode, in der Folioausgabe feiner Werke ehrte. Bing doch der Unfinn’und gerade in den verderbtes vom Jahre 1635. Die nähfte Quelle, woraus es geſchöpft ſten Zeiten, in jenen Conſtantins, fo weit, für Verführer zu fen ſcheint, ift ein aͤlteres Sdauſpiel eines gewiſſen und Verführte, die Strafe des Scheiterhaufens zu beſtim⸗ Seorge Wheiſtone vom Jahre 1578, oder dis bekannte men. Claudio, ein junger reicher Edelmann begeht diele Novelle beym Giraldi Eintpio. Wie Schlegel richtig bes Übertretung. Angelo, um den Schrecken feiner neuen merkt, führt es feinen Nahmen mit Unrecht von der Ber: Made fühlbar zu machen, läͤßt ihn ſogleich ins Gefaͤngniß geltung: Der Sinn des Banzen if eigentlih der werfen, und gibs den Befehl ihn binzurihten. Claudio Zriumpp der Bnade über die ſtrafende Gerechtigkeit. fieht keine andere Nettung, als in der Fürbitte feiner Anfänglich gewaͤhrt es und hoͤchſt peinlihe Eindrücke; denn Schweſter Jlabella, bie im Begriffe war, Nonne zu wer deinlich if es, die weiblihe Unfhuld auf die furchtbare den. @ie follte verfuchen, wos weibliche Bitten und Thrös Wahl getrieben zu ſehen, zu der ſich Iſabella entſchließen nen über einen harten kalten Manne vermöchten ?. ie er« foll,. zwifhen dem Tode tes Bruders oder eigener Enteh⸗ fheint vor Angelo, umd wagt ihre Bitte anfangs mit fait. nung. Wir werden nur dann beruhigt, als der Verfolgen zu großer Schüchternheit und Furcht; dann immer wärmer plõbliche, unerwartete Rettung erſcheint, die fheinheilige und nachdrücklicher. Er weigers ihr die Gewährung; aber Heucheley entlarot wird, und zur verdienten Strafe gezo- ihre Zucht, ihre Bittfamkeit maden auf ihn den gemaltig« gen werden fol. Weibliches Mitleid feyert dann feinen höd: fen Eindruck. Beine Begierden erwachen, er gibt verhüllt fen Triumph ; denn auf Ifabelas Ziehen wird felbft ihr und dunkel feinen Wunſch zu erkennen, und da ihre Un⸗ Verfolger begnadigt. Die Täufhung geht glücklich von Statten; aflein der treus loſe Angelo gibt dennoch den wiederhoplten Befehl zu Clau⸗ dios Hinrichtung, aus Furcht, das Geheimniß einmahl verrazhen zu ſehen. Der verkleidete Herzog uͤberredet aber den redlichen Kerkermeiſter, dem Statthalter ſtatt Claudios Kopf, den Kopf eines eben im Kerker geſtorbenen Raͤubers gu Überfenden, was ebenfalls vollkommen gelingt. Nur Iſa⸗ bella, die ihren Bruder fo ſchaͤndlich und treulos hingerich⸗ set glaubt; weiß ih vor Schmerz und Rachgefühl nicht zu fofen. Da erſchallt plöglid die Machricht, der abwefende Herzog werde wieder erfheinen, und Angelo erhält von ihm den ſchriftlichen Befehl, oͤffentlich ausrufen zu laffen, daß jeder, der zu Hagen habe, fi vor dem Throne zeigen ſolle. Unter einem Strome von Thraͤnen erzählt Jfabella Angeles beuclerifhe Miſſethaten; doc der Herzog nimmt den Schein an, oles-für Verläumdung zu halten, und entfernt ſich, indem er dem Angelo noch einmahl aufträgt, zu Gerichte zu figen. Die Sache wird nım verwidelt, und die Wahr⸗ beit fo verbüßlt und unerforfhli, daß die Bosheit zu trium⸗ pbiren ſcheint; denn der Zeuge für Iſabellas Anklage, vͤhm⸗ lid der Mönd, ift nirgends zu finden. Aber nun tritt. der Herzog in dieſer Verkleidung zum zwepten Maple auf,. gibe ſich zu erdennen , und haͤlt, ein firenges Bericht. An⸗ gelo wird entlarot , gefteht fein Verbrechen, und fol zur Vergeltung den Tod erleiden, nachdem er früher das ihn liebente und ven ihm, in jener Täuſchung umarmte Mäds Desd Rönigs Kroue und dei Vogtes Sawert, Des Jeldherra Stab, deb Richters Praqchttaler, Den halben Liebreitz nicht gewäßren fe, Den — Enadı — sit! — — © ott war verfallen jede Seele ein, Und Er; dem zukam der Beftcafnug Rede, Fand Ihre Rettung aus. Wie fländs um eng, Bean Gr, der alles Urtpeils Urtheil fäh, Euch zöge vor Gericht, wie Ihr nun fepd? Mein Bruder iſt zum Tod nicht reif, Zum Thiereſchlochten ſelbſt wählt man die Zeit, Und ziemt im Dienf des Himmels, mind’re Sotg Und Ehrfurcht Uns, als für das rope Selöf? Ber farb denn iemahls noch für ſol ch' Wergehn? So Biele tpaten es. — — — Was? Müßt zuerſt Ihr fällen foIhen Spruch, Und Gr, zuerſt ihn leiden? — D 's if. fhön, Des Riefam Staͤrke Haben, doch tyranuiſch Sie wie ein Rieſe brauden — — —! Hal !önnten Große donnera, : Wie Zeus, genöffe Zeus nicht mehr der Rup, Denn jeder wig'ge Amtling beauchte dann Zum Donnern feinen Himmel, nur zum Donnen! Des Himmels ſcharfer Keil zerfplittert ch? Die Enotig unteildare Gib, als Den zarten Myrthenſtämm, der Menſch allein, Der Stolze, In feln Bishen Macht gehüllt, Unkundig deſſen, was ſich fletö ihm zeigt, » Der eignen Blosnatur, fpielt, wie ein AR, In Buth fo.sol, im Angefit des Himmels, Das Engel weinen, die wis Wir gelaunt, Sich Ale ſterblich lachten! ben zur Sühne ihrer Ehre geehlicht hätte; doch dieſe bit‘ Die Zuſammenſetzung und Verſchmelzung ik ud is ser auf den Rnieen um fein Leben, und auch Iſabellas diefem Stücke leicht und natürlich, die Scenen felgen sold bimmiiihe Milde fleht für den Verbrecher. Der Herzog Und ungezwungen, nur follte vieleicht der Sdluß dab jur läpı nun den zodt vermeinten Cloudio holen, und verzeiht ten und des vierten Actes am einige Scenen früßer erh - ollen, mit Ausnahme des Lucio, eines liederlichen jungen gen. Der Stoff ift äußerft glücklich gewählt, und mit Dei Menſchen, ber den abweſenden Herzog beſchimpft harte. ſterhond behandelt; auch bildes jeder einzelne Charakter, Zur Belohnung ihrer feltenen, hoben Tugend erhebt er eine gefäffoffene Indivinualicät. Alles iſt fo ganz dem dei⸗- Iſabellen zu feiner fürſtlichen Gemoblinn. Gemoͤblde, das ver unfern Mugen vorübergeht, vollenden. Bu den von ihm gegeihneten Bemöhlden vom Brest Das ganze Orüd hat mir tem Kaufmann von Vene, und Moͤdchen, worin er gewiß unabertroffen iR, ber Ohe⸗ big dadurd eine Äbnlichkeit, daß ter Triumph der Gnade keſpeare in gegenwörtigem Schauſpiele noch ein nen gr und der Erbarmung darin auf eine fo herrliche Art gefeyert fügt, weldes zu den liebenswürbigfien und onmurhig" wird, Wis unendlich ſchoͤn find mehrere der darin vorkom⸗ hen gehört. In Ifabella har er ein fromaud , hin: menden Stellen, wir ſanft wird durch fie Bas Herz zu Biche Kid reines, im dindlicher Einkolt und Demuih Ad Wird und Mitleid aufgefordert; beſonders durch die himmliſchen eigenen Werthes kaum sewußtes Weſen geſqildett/ vos Worte, bie der Ditchter der bittenden Iſabella in. den wenig oder nichts von dem weltlichen Treiben zu ahnen Mund legt! im Stande ift, und im ungetrübter Ruhe des Geil Dad Blansgepıäge, Das von den Großen ftrahlt binter kloͤſteelichen Mauern veiſchloſſen, mar Gebmmigkeh. und Anredt kennt. Bloß die dom Leben des. gelichten Su vera; um das erſte zu verhällen, begeht er das zweyte, ders drohende Gefahr kann fie bewegen, baraus hervot zu und gibt dennoch, feinen Verſprechen (dändli treulos, treten, und ihm für ein Vergehen Verzeihung au erflehen, den Befehl zur Hinrichtung. Selbſt feine Reue, als er fih das fie felbft mißbilige. Mit der tiefften Kenntniß des entlarvt ſieht, Bann mir dem hartherzigen Manne nicht vers menfhligen Herzens laͤßt der Dichter fie anfangs beynahe fähnen, von dem, wie von einem kalten Sie? Bitten zu kalt erfheinen, um ihre jungfräulihe Schüchternheit und Thraͤnen abprallten. amd kloͤſterliche Furcht zu fhildern, dann immer wärmer Eloudio und Lucie find zwey immge Edelleute, werben, doch fe, daß wir mie vergeſſen, die flehende aber nur darin einander ähnlich, daß dieſer dem erſteren Schweſter ſey aud eine mit dem Nonnenſchleyer fi bald zur Folie dient. Claudio it ſchwach aus Liebe; Lucio iſt dem Himmel weihende Jungfrau, Rein, ſittſam, demüthig, ausſchweifend, und wälzt ſich im Pfuhle der Lüfte. Claudis ſchũchtern, beſcheiden und liebevoll und dennoch warm und denkt edelmüthig und befigt liebenswürdige Eigenfhaften, ſtark, hat er fie gezeichnet, und läßt ſie für ipre Tugenden doch Lucio iſt ein Zudringlicher, ein Spätter und ein aud den würdigen Lohn finden. L Verlãumder. Der. Herzog erſcheint als ein weiſer, guter und mils In dem gutmüthig Bomifhen Polizepbiener, Eil: der Regent, der die Gerechtigkeit licht, aber noch mehr bogen erbliden wir ein unterhaftendes humoriftifhes Ge⸗ die Gnade, diefen himmliſchen Schuuck der Bewaltigen genftüd zu feinem Amtsbruder Dogberrp in: Viel anf Erden. Seine Verkleidung ift ganz im Geiſte des Zeit: Cärmen um nichts. Beine Einfalt wird durch bie Vers "alters. Er will zwar der Überhand nehmennen Sittenloſig⸗ ſchlagenheit und den vorſaͤtzlichen Voriſchwall eines Tauges Beit feuern, ober da er fieht, daß der Bey, den er dazu eins nichts und Küpplers vor Bericht leicht überliftet, um fo geſchlagen, nicht der rechte fep, und das Übel dur bloße cher, da ihn fein lobenswürdiger Amtseifer dahin bringt, Otrenge, durd bloße Propibitivgefege , wie immer mur ſich ſelbſt in der Hitze oft zu widerfprehen. Man macht auch ärger werde, fo läßt er Gnade walten, we das ſtrenge Ge⸗ hier die traurige Bemerkung, daß der ehrliche Dann oft feg richten ſollte. Auf den etſten Blick iſt «6 fanderbar , von dem Spigbuben genarrt werde, wenn wie fehen, wie daß er am Schluſſe, wie er den eines fo großen Verbre⸗ er, der in feiner ganzen Gemeinde für den Geſchickteſten chens ſchuldigen Angelo ‚und felbft den Mörder Bernardino jur Führung feines Amtes gehalten wurde, einem ſchurki⸗ begnadigt, dennod dem Lucie nicht verzeibt, der nur ſchen Bierzapfer, (der Übrigens eine der ergoͤtzlichſten Rol⸗ fhmöplige Verläumdungen wider ihn vorgebracht hatte; fen im ©tüce fpielt) nis an den Leib kammen kann. doch wollte hier der Dichter zeigen, daß es vielen Maͤchti⸗ Der Kerkermeiſter if ganz gegen bie fonft ges gen (und Heinrich VIII. wor ned in feifhem Gedäͤchtniß!) wöhnlige Art gefhilderr; denn der Dichter hat ihm ein am (werfen, ja oft nnmöglig fält, perſönliche Beleidi⸗ redliches, weiches, fl Mitkeid empfänglices Herz gegeben . gungen zu vergeffen, aber mehr noch, daß die werthlofe wofür ihn aud der Herzog, der unerkannt ſeine Rechtſchaf⸗ Bemeinpeit, am wenigften der Snade würdig ſey. fendeit Bennen lernt, am Ende belohnt. — — Escalus zeige ſich als ein wuͤrdiger redlicher Greis, Aus dieſer kurzen, leicht dingeworfenen Skiz ze wird. den natürliche Herzensgüte zu Milde und Racſicht ſtim- man / leicht ſehen lonncer, daß ſich Shakeſpeare durch das mer, als ein Richter, der nicht blind und ſchonungslos das Stück: Gleiches mit Gleichem (auch buchſtäblicher: Urtheil des Verdammnung ſotechen will. Er kennt die Map für Maß genannt,) in der That einen immer Sqhwaͤchen des menſchlichen Herzens, das braufende Feuer grünenden Zweig in den Kranz feines Ruhmes gefloch⸗ der Jugend, daher erfheint ihm Claudios Fehltritt in einem gen habe. viel mildern Lichte, als dem kalten, ſtrengen Angele, welchem er von dem Dichter abſichtlich an die Seite geftells wurde, In deſſen Charakter follte dee Spruch: „Richter Geſchichte der ————— in ber konigl. freyen nicht, damit ihr nicht ger ichtet werdet“ mit eindringle Stadt Preßburg. per Wahrheit vor Augen gefielt werden. Er gibt fih das Bon Georg von Öpurikopitk, Anſehen, als ſey er hoch Über alle Leidenfhaften, als rolle rien) 3 kein menfhliget Blut in feinen Adern, und mit hartherzi⸗ 8: ; ger Strenge ein Vergeben verdammend, das er dann ohne Es fey, wie immer, ed iſt doch eine ausgemachte Dedenlen ſelbſt begeht» zeigt er ben Heuchler, der die Sache, daß um’ diefe Zeit die Ausübung ber edlen Buch⸗ Madke der Tugend trägt. Ein Verhregen erzeugt das am trudere Kunff im Preßburg ganz apa bat, Alt dies — — } — 692 — Johann Ferdinand Sonntag, Buchdrucker⸗ Geſell beym Bal⸗ ort, ſondern anf den Ort de daſetbſt geſchloſenen Wepmtis shafar Joachim Ender in Nürnberg erfuhr, fupplizirte er ſtandes. Mir ift wenigitens Bein Werk, fo vor dem Ja mittelft Schreibens vom 6. März 1698 beym Magiſtrat der 2725 in Preßburg gedrudt worden wäre, zu Gefich ge Stadt Preßburg um Bewilligung , eine Buchdruckerey dar kommen. ö ö ſelbſt errichten zu bürfen. Der Inhalt der Bitiſchrift iſt zu Um das Zahr 1715 am Paal Reher uni Oil, weſentlich, um den Auszug derſelben allhier nicht mitzu⸗ burg gebärtig, wo er die Buchdrucker⸗ Kunſt gräntiid m theilen ; er lauter alfo: „daß ih geſonnen bin, eine Bude lernte, katholiſcher Metlgion , dad, Preßburg , um kin druckerey in der Stadt Preburg aufjutihten, wozu ih Gluͤck mic det Aushbung berfelben zu bewähren, win eines W. €. G. und W. Rathes allergnädigfte Bewilligung aus einem im Jahr 1625 hier gedtucten Werke erfak, mis dieſer Bupplication einzuholen gedenke. Die Urſache, daß im verfloſſenen XVII. Jahrhundert bleſe Kunſt in Pr die mid beweget, diefe Werk anzufangen, if diefe, wie burg blühete; und ereictekt allda hit Cinwiliging w ich die ſchöne Gegend um Preßburg bey mir bettathtet, in Gtadte Obrigkeit eile Buchdruckerey, welche feine Nik deren allen (außer Tyrnau) keine Buchdruckerey anzutrefe kommenſchaft zu der größten Schönheit und Volkenai fen, zumapl als id zu Preßburg bey Hanns Georg Bayer, heit brachte. Das erite mit Ropers Preſſen gedrudte Bat Wirth im goldenen Lämpel zwey Jahr in der Koft geivefen, kann id nit angeben. Im Jahr 2718 Bam bey ihm ei und damahls ſchon "gehört, wie nöthig man eine Bude Gelegenheits- Schrift im folio halb Bogen heran: Fid, druckerey allda brauchte, wiewohl ſich nachgehends auch einer scher Alexii Can. et Par. Poson. Epitaphium ek. gefunden, mit Nabmen Zierweg, der ſich allda nieder» Joanni B. e Comitibus Volkra ab Maydenreichsteil gelaſſen, und mit wenigem Werkjeug oder Schriften einen Epis. Veszprimiensi etc. Posonil sepulto 1718 die Anfang gemacht, welcher .aber bald hernach geftorden, und tione funebri positum. Posonii typis J. P. Royer.
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1,826
Archiv für Geographie, Historie, Staats- und Kriegskunst
, F Li E // ' -VF, z OK »>,.>«.»»»- l-'Imr»!, IM K LirrassgegeSsK von K. Kreuzer s Witwe. ML öHssdrree Empfehirrng der PLpAe PisS LL. rrud Leo LM., sowie des -ochw'sten Hrrrr Srzßifcho-S MSLorrS vsn ZelttAvre, des hoHv'sterr Herr« GrMchsft Wved von Phllsdelphis.. des kvchw'ßm Herrr» Her:m sd, M!maÄ?ee, Mrd der hschw'ßes Herren Gifchofr BsSee dsn Wilmington, Shankharr von HarrLsLmg, O'Hare dorr Scranüm, Kain vsn WheeLiAg, ChaLard d-m Tmx.ß ire-A PiML:^ Kink dorr ZesdmworLH, GeiderrbAsch oou GL. Lloud, Richter von ckrand RapidS »nd Moore von Gt. Augustine. 25. Jahrgang. W eLico. Ein friedlicher Einfall in das ehemalige Reich Mmttezuma'S. »on 800III3 I-IVHI8. VIII. Ich hübe wohl ein Dutzend Schriften vor und nach meiner mexikanischen Reise über Queretaro gelesen, und alle ohne Ausnahme schildern die paradiesische Ve getation u. da§ bezaubernde Panorama, das von einem der umliegenden Hügel aus gesehen die Stadt bietet. Sie ist die Hauptstadt de§ gleichnamigen Staa tes, hat 40,000 Einwohner und liegt in einem Thalkefsel etwa 6000' über dem Meere. Den schützenden Bergen und feiner südlichen und günstigen Lage zu gleich (20° nördl. Breite) verdankt sie ihr reizendes Klima und ihre tropische Fruchtbarkeit. Freilich hat auch der Rio Blanco u. des großartige Bewäfferungs- Eystem seine Verdienste an der Frucht barkeit und darf überhaupt letzteres in ganz Mexico nicht außer Acht gelaffen werden, als ich mich der Stadt näherte und aus dem Antritt meines Carro stand, um die Aussicht ganz zu genießen, fielen mir zwei herrliche schlan ke Palmen aus, die wie eine Ehrenwache vor der Stadt standen und eine würdige Einleitung zu den noch kommenden Herr lichkeiten sein sollten. Schon i. 1.1531 wurde fte von den Spaniern unter Fer nando de Tapia erobert und erhielt anno 1655 den Titel Ciudad (Stadt). Ein massiver auf steinernen Bogen ruhender Aguaduct (von denen einige 90' hoch sind) erstreckt sich mehrere Meilen um und in die Stadt und gibt ihr noch setzt mtt dem Süßen das Nützliche — Maje stät und Wasser. Vor der famosen Klo steraushebm'g hatte sie auch neben ihren zahlreichen und herrlichen Kirchen (eine rühmte sich eines MarS aus massivem Silber) acht Mönchs- und drei Nonnen- Klöster. Jetzt allerdings —; warten vir und wecken nicht allzu früh peinliche Gefühle — inlüruluru äolorow ! Andere traurige Erinnerungen sollten mir jedoch bei der Einfahrt uns bei mei nen ersten Ausflügen durch Queretaro acht erspart fern, — ja ich rief sie sogar wch selber herbei und zwar lebhafter als ie schon vorher waren. Maxmilian, irr könnte deiner gedenken, ohne daß :in Herz und Äuge über dich und dein nselrgeS, unerbittliches hartes Geschick -einen müßten? Grausam spielte Na oleon mit dir, und eher ihm als All eren füllt dein früher blutiger Tod zur !ast. E r hat dich zu Grunde gerichtet, Nicht der Haß der Feinde. k)u glaubtest ihm, überließest dich ihm ind wurdest von ihm schändlich ge üuscht, betrogen, verlassen! Nicht deine Klugheit siegte über jeine, Dein schlechtes Herz hat über sein gerades Len schändlichen Triumph davon getragen — äs dich auch die Nemesis erreichte zu — Zedan. Als ich die herrlichen Palmen rewunderte, da wurde mir auch der Orro le oruitj)uim8 gleich daneben gezeigt: — „Dort, sagte mir ein Herr aus Me ico, ist die Stätte, wo c-1 Uld seine zwei Generale erschossen wur ren. Schauen Sie dort, wo die drei Säulen stehen und die kleine Einfassung .st !" Ich sah die Stätte deutlich durch meinen Felöfiecher und ging für einige uugenblicke zurück in den Carro. Mit mir stieg in Queretaro derselbe Herr aus, der sich meiner schon so freund lich auf dem Zug angenommen hatte. Als ich den mexikanischen Chef des Bahn hofes um Auskunft über das Wie und Wo und Wann bat und seine Frage, ot .ch ein katholischer 1'ackro und Priester) mit 8i 8ouor (Ja) beantwor tete, boi er mir gleich sein Büreau zu meiner Beifügung an, gab Befehle, das ich zu jeder Zeit hineingelaffen werde — und ersuchte den schon erwähnten Herrn, mich unter seinen Schutz zu nehmen. 1V alloumu lE.-io -- ein guter Deutschei — sagte er mir noch, und denn „guter Deutschen" mit dem ehrlicheil Gesicht und den gewohnten heimathlichsn Lau ten mißtraute ich keinen Augenblick. Ei nen besseren Führer hätte nur Gott nicch schicken können. Er heißt I. G. Mod row und wohnt in der Hauptstadt Me xico; doch ist er in allen Städten der weiten Landes gut bekannt, zumeist 0 Queretaro, wohin ihn Geschäfte oder vielmehr eine ausgebliebene Büchersen dung geführt hatten. Er kam heute von . Celaya und wollte mit dem halb 4 Uhr Zug wieder dorthin zurückreisen. Daß er nicht zurückreiste, sondern bis zum nächsten Morgen blieb, geschah nur mei netwegen. Nie werde ich ihm das viele Liebe vergessen können, das ich von ihm und durch ihn erhielt. Sein Geschäft nahm nur eine Viertel Stunde in An spruch und war bei Senor Don Ricardo PLagemann (ein Deutscher, wie schon der Name sagt, aber mit einer liebens würdigen Mexikanerin verheirathet und in seiner Gesinnung ein ganzer Cabal lero) an der Hauptstraße Calle de 5 de Mayo, wohin ich meinerseits ihn beglei ten wollte und wo ich einen neuen un vergeßlichen Freund fand. Der Weg führte uns durch die großartige Alameda, die der Druidhillpark in Baltimore wohl an Größe, aber nicht an Naturschönheit übertrifft — und dieß nur im Mai — und durch einige enge orientalisch auS sehende und daher gerade für mich höchst interessante Gassen und PlazaS. Als das Geschäft bei Senor Plage mann abgethan war, da nahmen wir eine Kutsche und fuhren westlich, etwa eine kleine Meile, hinaus zu eben dem besagten Schellen- oder Glocken-Hügel— Oerro äs lLS oampavas, der mich ein gangs schon so erhaben ernst stimmte. Er ist nicht ganz 200' hoch und nur an der nördlichen Sette steil abfallend. Hier bildet er eine Naturveste und hat deß halb als solche öfters gedient — zuletzt , wieder in der nutzlosen Anstrengung, die das Kaiserthum gegen die Juaristen machte. Zur Zeit der Aztekenherrschaft , war er ein Tempttberg. Von dem Hü gel aus schaut man allerwärtS in ein blühendes verführerisches Paradies und nach Osten liegt die Feenstadt Queretaro , mit ihren Kuppeln und Domen und Palmen und Gärten. Hierher, d. h. bis zur halben Höhe des Cerro, wurde am Morgen des 19. Juni 1867 (Mittwoch vor FrohnleichnamSfest) i Kaiser Maxmilian, zweiter Sohn > des Erzherzogs Franz Karl von Oester reich und der Erzherzogin Sophie geb. i Prinzessin von Bayern, und jüngerer - Bruder des gegenwärtigen Kaisers von , Oesterreich Franz Joseph, sammt seinen . zwei treuen Generälen Miguel Mira - ; mon und TomaS Mejia von einer Ab , theilung republikanischer Sieger geführt, ; — um „standrechtlich" erschossen zu l werden. Sie empfingen die mörderischen Kugeln als Helden; Miramon stand auf - besonderes Geheiß des Kaiser?, der ihm , diesen traurigen Ehrenplatz geben wollte, c in der Mitte, Mejia zur Rechten und «1 emxer-Moi- zur Linken. Alle drei hatten das Gesicht nach Sonnenaufgang und der Stadt zugewendet. Der Morgen war '' schön, die Stadt in Licht gebadet und ' deßhald soll auch der Kaiser noch beim Verlassen der Kutsche, um seinen harten „Standpunkt" einzunehmen, geäußert . haben: „Was für eine prächtige Aussicht . und welch' schöner Tag zum Sterben!" i Sein Anwalt hatte um einen Aufschub , oon drei Tagen gebeten und ihn erhal . ten. Sonst wären die drei Tapferen ( schon am 16. Juni Nachmittags 3 Uhr f gefallen. Padre Sona, der etwa sechs Wochen vor meinem Besuch als Cano- nicuS seinem unglücklichen und geliebten 1 Kaiser in die Ewigkeit gefolgt ist, war in Queretaro sein Beichtvater und Be . glettcr zur Richtstätte; die unglückliche Kaiserin Carloita selbst lebte geisteskrank in Europa, obgleich man kurz vor seiner Hinrichtung den Kaiser glauben machte, (Mejia?) sie sei todt. Alles andere ' vom Bischof, der ihn begleitet haben 2 sollte, von Franziskanermönchen, armen s. Sünderdänken, Särgen ec. ec. ec. ist eitle, müssige Erfindung eitler, müssiger Gei . ster. Die Stätte der Hinrichtung war von der mexikanischen Negierung niemals be , sonders ausgezeichnet worden. Privat pietäl der „kaiserlichen" Queretauer hat oft recht rührend das Versäumniß der r neuen Herren ersetzt. Fast vor etwa ei- nem halben Jahre wurde das auch ein- gangs erwähnte schlichte Denkmal von der Regierung gefetzt;-es sind drei etwa 8' hohe viereckige steinerne Säulen, de 7 ren je eine die kurze aus Messing gear- beitete Aufschrift trügt oder vielmehr 1 trug: .lunio I1867. 2 .1 Ullio 19. 18Ü7. N 1v. 1867. Aattimore, Samstag, den 21. Ieöruar 1885. Ich sagte: trug; denn, trotz des eiser nen Gitters, das alle drei Denksäulen gemeinschaftlich umgibt, fehlen doch schon an jedem Stein mehrere Buchstaben und Zahlen. Nebel angebrachte Sympathie mag sie wohl als Andenken nach den Der. Staaten oder gar Europa mitgenommen haben. Ich nahm nichts mit, obgleich ich es gekonnt hätte; aber dieErinne rung nahm ich mit, und die Erinne rung wird mich nicht verlosten, ja sogar vielleicht einmal wieder nach den 6lerro 6e las ziehen. Hoffentlich werde ich dann noch Jmmortellenkränze, die die Bürger dem Andenken ihres un glücklichen einstigen Monarchen gewidmet und an's Gitter gehängt hatten, frisch wiederfinden. Die Leider der drei Helden freilich ruhen wo anders: der des Kaisers wurde auf demselben Schiffe. „Novara", mit dem er am 28. März 1864 in Vera Cruz gelandet, nach Oesterreich zurückge bracht und schläft jetzt in der Kaisergruft zu Wien — Miramon und Mejia fanden ihre Ruhestätte im Campo Santo oder, wie er jetzt heißt, im Pantheon zu Me xico. Dort soll ich sie später wieder fin den und zwar an der Seite ihres irdischen Richters — Benito Juarez. Von Lerro äo Ik8 0umpLNL3 fuhr ich zum ehemaligen Kloster der Kapnzinerin nen LNpueüivLs, in Mitte der Stadt. Es ist jetzt eine schmutzige Kaserne; Sol daten-Familien wohnen in den Zellen, Schweine und Maulthiere Hausen im Klosterhof, Schmutz u. Schutt allüberall. Der Offizier jedoch war freundlich und gab uns einen Soldaten mit, der uns berumführte. Hier war Maxmilian mit seinen Getreuen eingckerkert und von hier aus begaben fte sich zur „letzten Fahrt". Eine steinerne Treppe führt zu einem zweiten Korridor hinauf, wo ehedem auch Klosterzellen und Säle waren. Sie mün den alle auf den Kreuzgang und find ohne Fenster. Drei solche waren da mals die Gefängnisse. Sie lagen in ei ner Reihe und trugen nach Klosterfitte Heiligennamen statt Zahlen. Die große Zelle des Kaisers war im äußersten Win kel, sie hieß San Domingo, daran stieß San Francisco, die des General Mira mon, und dann kam die Zelle des Mejia, San Odile. Um allzuhüufige und un liebe Besuche der zwei erstgenannten Zel len jetzt zu verhindern, wurde der stei nerne Fußboden durchbrochen und liegt als Schutt unten. Nur vom Eingänge aus kann man noch hineinschauen, hin eintreten nicht mehr. Dabei dringen „Düfte" herauf, die nicht ..paradiesisch" find. Ich schenkte dem Soldaten ein Trinkgeld, bedankte mich beim Offizier und befahl: Santa Cruz! Dieses ist noch eine große Kirche un Osten der Stadt und ein Convent war ehemals da neben. Eine herrliche Plaza mit schatti gen Bäumen, ja Palmen und duftenden Blumen dehnt sich vor der Kirche aus. Wir schritten durch die offene Pforte und sahen gleich am Eingang wirkliche Tod tenköpfe und andere Erinnerungen an den Allerseelentag, dafür aber auch in der Kirche weiter d'rinnen prächtige Altäre und einige geschmackvolle große Bilder u. Statuen. Als wir nach dem Padre Ca stanion fragten, fiel uns erst ein, daß noch Siefiazeit sei. Deßhalb schritten wir aus eigene Faust hinauf zum zweiten Corridor, wo Maxmilian bei der Ver teidigung der Stadt seit Februar 1867 sein Haup!guartier hatte und wo er von seinem Vertrauten und Busenfreund Oberst Miguel Lopez (in der Nacht des 15. Mai'67) an den Juaristischen Ge neral Escobedo für 10.000 verspro chene Pesos verrathen und verkauft wurde. Um 6 Uhr Morgens am besag ten 15. Mai war bereits tmis iuiperü. „Vom Verrüther frißt kein Nabe," sagt das alte deutsche Sprüchwort, und die Spanier haben ein ähnliches. Selbst dikienigen, die aus dem Verath Nutzen zogen, verachteten Lopez, und so wollen auch wir von ihn; ohne Schmerz und nur mit Verachtung scheiden. Lon falschen Freunden stammt mein qanzeS Un glück, klagt Wollenstem bei Schiller. Mit mehr R ech t durfte der 35jädrrge Kaisermar tyrer so klagen. Sein Tod war vielleicht die Folge allzugroßer Vertrauensselig keit und allzu unüberlegten Greifens nach der Kaiserkrone und das „Gebot" (?) ei nec herzlosen, eisernen Staatspolittt. Selbst Juarez soll traurig der Prinzessin Salm-Salm auf ihre Bitten um das Le ben des Kaisers geantwortet haben: „Ich kann sein Leben nicht schonen und wenn alle Könige und Königinnen Europa's d'rum flehen würden: DaS Gesetz, nicht ich, fordert sein Blut!" Aber dafür bleibt halt doch Treubruch Treubruch u. Verrath Verrath. Aerrätheceü Verrätherei! — Wo ist der Her zog ? (Maxen heißt in Mexico „offiziell" nur der Erzherzog.) O blutige. entsetzenSvolle That! Doch nichts mehr von Maxmilian! Denkt nicht, daß sein Berlust Mich schmerze, s! mich schmerzt nur der Betrug. lbiM., (Fortsetzung folgt.) Die Versorgung alleinstehender junger Männer. Man liest heut zu Tage so oft in den Zeitungen über Anstalten zur Aufnahme verwahrloster Knaben, heimathloser Mäd chen und verlassener Kinder, aber von der Versorgung alleinstehender junger Män ner spricht kein Mensch, und die lieber schüft zu diesem Artikel könnte daher Manchem al' sonderbar erscheinen. Der Mann, namentlich wenn er noch jung ist, sollte dock so wird man vielleicht ein wcndm, süi chcy secost sorgen können, und die Zeitungsschreiber brauchen sich darum nicht zu Lümmern. Daß es verwahrloste Personen männ lichen Geschlechtes in Menge gibt, kann uns jeder Polizeirichter sagen, der zur kalten Wintcrzeit alte und junge Vaga bunden manchmal aus reinem Mitleid auf lange Zeit in's Arbeitshaus schickt, damit sie nur ein Unterkommen finden; das weiß jeder Farmer, dem die Tramps oft das Leben so sauer machen; das wis sen auch die Kleinen Schwestern der Ar men, welche in ihren Anstalten so viele hülflose Greise verpflegen. Alle hier an gedeuteten Klaffen von Unglücklichen rc krutiren sich meistens aus Leuten, welche schon „bessere Tage" gesehen haben, un ter denen manche vielleicht gegenwärtig Niemandem zur Last fallen würden, wmn sie in ihrer Jugend nicht in schlechte Ge sellschaft gerathen wären, wenn man ih nen zur rechten Zeit mit Rath u. That beigcstandcn hätte. Ist eS nun ein Werk der Barmherzigkeit, für die Unterbring ung verwahrloster Knaben und Mädchen zu sorgen; ist eS lobenswerth, sich der armen und verlassenen alten Leute an zunehmen, so ist eS gewiß auch zu em pfehlen, die Versorgung alleinstehender, mit den Verhältnissen des Landes unbe kannter junger Männer einmal näher in'S Auge zu fassen. Wenn wir hier von jungen Männern sprechen, so haben wir besonders solche im Auge, die fern von ihrer Heimctth und Verwandten in einer fremden Stadt wohnen und sich ganz und gar selbst Überlassen find, und wir Hütten den Aus druck „Jünglinge" gewählt, wenn der selbe nicht in diesem Lande so leicht miß verstanden warde. Wir wollten nämlich andeuten, daß eS nicht nur halberwach sene Knaben und minderjährige Bur schen gibt, welche man unter Umständen zu den verwahrlosten menschlichen Wesen rechnen muß. sondern auch unverheira thete junge Männer, die das Schicksal in eine fremde Stadt geführt hat, wo ihnen so große Gefahren drohen. Würden manche der Insassen wohlthäliger und Straß Anstalten oder Tramps ihre Le densgeschichte erzählen, so könnte man von ihnen erfahren, daß sie als Knaben und halberwachsene Burschen noch un verdorben waren, aber als junge Män ner in einer Großstadt vom Pfade der Tugend abwichen, durch schlechte Kame raden verführt und dem Verderben Preis gegeben wurden. Von den Gefahren, welche den jungen Männern in den Wer! stätten und Fabriken drohen, wo sic manchmal mit den verkommensten Sub jekten verkehren müssen und ihnen die verderblichsten Grundsätze eingeprügt wer den, ist schon so oft die Rede gewesen, daß wir diesen Punkt hier füglich über gehen können. ES gibt aber auch noch eine andere Art Gefahren, welche den al leinstehenden jungen Männern in den l großen Stäülm drohen, nämlich die Ver - Eichungen und Gelegenheiten zur Sün l de, die das KosthauSleben oft mit sich bringt. Wie Mancher, der als sparsamer > und fleißiger junger Mann aus Deutsch land einwanderte, ist schon in den Kost - Häusern, in denen er Jahre lang wohnte, ! gründlich verdorben worden. Mit den Kfstce: Uo. 33 Usrd-Mvert-Strche, Wsltimore. Wt meisten Kostbäusern für Arbeiter ist auch eine Wirtschaft verbunden, das Schenk- Lokal ist in der Regel de? einzige Platz, in welchem der junge Mann nach de? Tage? Last und Mühen die Abende zu bringen kann, ein eigenes Wohnzimmer wird ihm nicht zur Verfügung gestellt, und so gcwöhnt er nch balo daran, alle seine freie Zeit im Larroom zu verwei len. Dort liest er die Zeitungen, spielt Karten und trinkt. Anfangs kommt eS dem eingewanderten Deutschen etwas sonderbar vor, daß seine schon mehr ame rikanisirten Kameradeil jeden Tag so viele geistige Getränke genießen, und daß man ihn so oft zum Mittrinken einladet. Bald jedoch macht er ganz flott mit, er spielt Karten, würfelt, trinkt Bier und Schnapps so gut wie Einer und trietet auch bei gewissen Gelegenheiten, denn er ficht, daß man sich dadurch Freunde ma chen kann. Wenn der Wochenlohn be reits am Dienstag oder Mittwoch ver zehrt ist, so borgt der Koflwirth gerne bis zum Samstag. Ist die Woche herum und der Kostgänger bringt seinen Lohn beim, so wird natürlich zuerst die lloar- bezahlt und der Wirth sieht auch aus der kleinen Schiefertafel oder Llats nach, ob auch noch etwas für Getränke und Cigarren zu entria-ten ist. Ist daun alles bczahlt, so trietet der Wirth, der Kostgänger trietet wieder, einige Um stehenden trinken mit, die dann ebenfalls trieten und die Schlemmerei ist im vollen Gange. Am Samstag Abend geht man gewöhnlich erst spät zu Bette, und wenn dann der junge Mann am Sonn tag Morgen gerade noch früh genug aus steht, um eine hl. Messe hören zu kön nen, findet er oft, daß schon ein bedeu tender Thei! seines Wochenlohncs „ver spenbel" ist, und er sieht sich genöthigt, bereits am Montag wieder bei dem Wir tke zu borgen. So geht es von einer Woche zur andern, der junge Arbeiter kommt trotz leidlichem Verdienste nicht aus einen grünen Zweig und, wenn seine aus Deutschland mitgebrachten Kleider abgetragen sind, hat er nicht einmal so viel Geld, um neue kaufen zu können. Um das Kostgeld ja recht niedrig anse tzen zu können, müssen sich oft scchs oder acht junge Leute mit einem Schl-.fzim mer begnügen und meistens zwei in einem Bette schlafen. Welche Gefahren für die Sittlichkeit das mit sich bringt, brauchen wir hie: nicht erst auseinander zu setzen. Schreiber dieses Kat vor Jahren, als er eben aus Deutschland eingewandert war, nur zwei Wochen in einem mit einer Wirthschast verbundenen Kosthause in einer großen Stadt des Westen? gewohnt und dort genug gesehen und gehört, um einen Begriff von einem derartigen Le ben zu bekommen. Der Wirth war ka tholisch und ein braver und rechtlicher Mann, aber da? Leben, welches sich unter den Kostgängern entwickelt hatte, war keineswegs empfehlenswcrth. Wollte sich Jemand am Samstag Adend zeitig zur Ruhe legen und an der Schlemmerei sei. uer Kameraden nicht Thcil nehmen, so wurde er ausgclacht und verspottet, und da er das Schlafzimmer mit scchs jungen Leuten theilte, so konnte er doch vor zwei oder drei llhr Morgens nicht einschlafen, weil die andern dis dahin unmittelbar neben seinem Bette allerhand Allotria trieben oder Karten spielten. Wenn sich derartige Zustände schon in dem Haust eines Wirthes entwickeln konnten, wo meistens nur katholische Gäste berkehrlen, wie muß es dann wohl in andern Lokali täten auSsehen, wo junge Leute wohnen, die gar keine Religion haben, von sozia listischen Ideen schwärmen und sortwäh rend schmutzige Reden im Munde führen. Treten schlechte Zeiten ein und die jun gen Leute haben keine Ärb. it, so muß der Kostwnth Alles aus Borg geben, c? wer den große Schulden angehäuft und die Kostgänger sind dann vollständig von ih rem „Herbergsvater" abhängig. Von einem Aorwärtskommcn ist nun gar keine Rede mehr, und wenn die jungen Leute nicht etwa durch eine glückliche Heirath noch zur rechten Zeit einem derartigen Leben entrissen werden, gehen sie voll, ständig zu Grunde. Laufende von un verhciralhtien Arbeitern in Len Fabrit srüdttn bringen e§ trotz guten Verdienstes heut zu Tuge zu nichts mehr, und daran trägt da? etttctrtctcKosthüustcden meistens die Hauptschuld. Daß es nicht auch ganz gute und mu. sterhast geleitete mit Wtrthschasten der. Wumwer 46. > bundene Kosthäuser geben kann und in . manchen Städten auch gibt, wollen wir , natürlich nicht behaupten, aber sie find > eben nur Ausnahmen von der ullgemei - nen Regel. Wirtschaften als Kosthäuser : find für die meisten jungen Leute gefähr , lich und schon manchen eingewanderten : Deutschen verderblich geworden. In einigen Städten dieses Landes i findet man Anstalten, in welchen allein - stehenden jungen Mädchen, die in Fabri - ken arbeiten, zu einem billigen Preise ' Obdach und Kost geboten wird, was je ) densalls alle Anerkennung verdient. Man ! sucht ferner den Einwanderern bei ihrer . Ankunft in den Hafenplätzen beizustehen r und sie davor zu bewahren, daß sie nicht > betrogen werden und in schlechte Hände t gerathen, was ebenfalls sebr zu loben ist. r Sollte man nun aber, so fragen wir, - nicht auch an manchen Orten etwas ° dafür thun können, um den jungen al - leinfiehenden Arbeitern ein gutes Kost : Haus in Privatfamilien zu verschaffen, l damit sie nicht gezwungen find, ihre l Wohnung in einem WirthShause aufzu. - schlagen? Manche Familie, die in der ) Lage wäre, einen jungen Einwanderer der sich aufzunehmen, könnte ein gute? k i Werl verachten, wenn sie in dieser Hin» l pch! em ttein wenig aus ihre eigene Be e guemlichkeit verzichten wollte und nicht - j-den ihr vielleicht auf's Beste empfohle - nen Ankömmling, der zu ihr seine Zu l flucht nimmt, ohne Weiteres in das erste t deste „Board!nghauS" wiese. Der junge ) Einwanderer wird sich in den meisten - Füllen, wenn er noch nicht verdorben ist, - lieber einer guten Familie anschließen, - al? in ein großes KosihauS gehen, wo ihn - Gefahren nach allen Richtungen droben. - Die alleinstehenden jungen Leute aber, - welche zum ersten Male in einer unserer ' Großstädte Arbeit erhalten, sollten vor c allen Dingen nicht nur darauf sehen, daß c sie gutes Essen und Trinken bekommen, l sondern daß mau ihnen auch eine anffän - dige und gute Schlafstelle biete:. Wer c ein Paar Dollars mehr für die Wohnung ) ausgidt, jedoch ein Zimmer für sich allein . erhält oder bei einer guten Familie Un - terkunft findet, die ihn sozusagen als ihr e eigenes Kind behandelt, ist unter allen ' Umstünden besser daran, als wer in ei l nem großen Kosthause Schlaf- u. Wohn r zimmer mit einem halben Dutzend Ka , meraden theilen muß. c In manchen Lüädten sind die Woh nungen leider so theuer, daß viele Fami ; lien nur einige wenige Zimmer bcwoh t nen können, und sie sind daher nicht in c dcr Lage, Kostgänger bei sich aufzuneh r men. Dort steiM die oben geschilderten, t mit Wirtschaften verbundenen Kosttzäu l ser in der höchsten Blüthe und der allein. - stehende Arbeiter ist fast ausschließlich auf - dieselben ang-wiesen. An solchen Orten c könnte vielleicht die katholische Wohlthä c tigkeit in der ungederttetcn Richtung eine c segensreiche Wirksamkeit entfalten und ) jungen, aus Deutschland eir.wandernden c Arbeitern mit Rath und That vcistehen. . Dort wäre ein großes Feld für ein Lie ) bcswerk, welches dem des St. Raphael?- z Vereins in keiner Hinsicht nuchsteht. Ans der jimflsien Rede eines französischen Akademikers. ) Meine Herren! Haben Sie schon die e Vorteile eines bösartigen Charakter? > bemertt? Wer einen solchen besitzt, darf , Alles verlangen und wird Alles erholten. Ihm scheint das Vorrecht zu gehören, , sich jene absolute Unterwürfigkeit zu ver -- fchasjeu, die sonst weder mit Geld noch durch gute Worte zu haben ist. Man ge - währt seine Forderungen aus Furch: vor - seinen Zornesausbrüchen, man schmer r chelt seinen Launen, man erfüllt reinen - Willen, um ihm ein sanfteres Wort, ei- nen vergnügteren Blick, ein seltenes Lä - cheln abzulockcn. Ist er in 361 Lagen t einmal zufälligerweise eine Smuöe lic-- e LenSwürdig, da find alle Brutalitäten. Zornausbrüche und Beschimpfungen ver h geffen, und man sagt gerührt: „Im t Grunde genommen, wie gut ist ec doch. - — Ein gewöhnlich sanfter Men sich un - lersiehe sich im Gegnttheil über, dring lich zu werden, oder in Zorn zn gera- Lhen. Ein Äugenduck Ungeduld würde g die ganze ruhige Vergangcnbctt in Ver § gcssinhett bruigen, sogar uns die Z..- tunst cimmnen, uno stets bliebe der - Eindruck: „Im Grunde genommen sei . er nicht so gut, als er aussehe..
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"Adlzreiter v. Tetlenweiss. Altes, erloschenes bayerisches Adels- gesehlecht, aus welchem Rosina v. (...TRUNCATED)
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Neues allgemeines deutsches adels-lexicon
"nidt um ein Jota von den Lehren und Uebungen der einmal ftilfchweigend oder ausdrüdlich angenommen(...TRUNCATED)
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1,830
"Rheinbayern; eine vergleichende zeitschrift für verfassung, gesetzgebung, justizpflege gesammte v(...TRUNCATED)
"8.30 a.m. (bis Nossen). 6. Linie Leipzig - Lbergerwerks - Lauswitz. Geithain - Löbada 8:28 a.m. - (...TRUNCATED)
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"Dienst-Gesuch. Ein auswärtiges ordentliches Mädchen welches die Küche machen kann, und im Nähen(...TRUNCATED)
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"Otfried in feiner Lobrede. auf die Franken, vor ſeiner fraͤnkiſchen verſificirten Nachahmung de(...TRUNCATED)
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Geschichte der zeichnenden Künste in Deutschland und den Vereingten Niederlanden
"Wir haben im vorigen $ der Wahrheit gemäß zugeftanden, daß die veformirten Theologen in dreien P(...TRUNCATED)
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Das Dogma vom heiligen Abendmahl und seine Geschichte 
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